Thementag "Gesundheit und Prävention" am 19. September 2016

Der ganz überwiegende Teil aller Krankheitsereignisse wird über ein „hidden health care system“ durch von Engagement getragene individuelle Selbsthilfe und durch Familien- und Nachbarschaftshilfe aufgefangen. Auch Pflegebedürftige leben in der Regel nicht im Heim, sondern zu Hause. Maßnahmen zur Krankheitsbewältigung und zur Gesunderhaltung finden ständig im Alltagsleben der Menschen statt. Neben den Familien ist das Engagement hier ein zentraler Akteur.

Das neue Präventionsgesetz, das der Deutsche Bundestag im Juni 2015 beschlossen hat und das im Juli 2015 in Kraft getreten ist, vollzieht die grundlegende Neuausrichtung auf eine moderne Präventionspolitik. Damit sollen gesundheitsfördernde Lebens-, Umwelt- und Arbeitsbedingungen gefördert werden. Neue Präventionsprogramme zielen auf Gruppen in ihren jeweiligen Lebenswelten: Kindergärten, Familien, Schulen, Betriebe, Seniorenheime und Quartiere. Dabei spielt bürgerschaftliches Engagement eine tragende Rolle. Bürgerschaftliches Engagement kann dabei auf realistische Gesundheitsziele ausgerichtet werden, z.B. auf die Senkung der Zahl von Verkehrsunfällen im Quartier oder auf die Verringerung krank machender Lärmbelastung (besser Luft- und Umweltverschmutzung). Ziele gemeinsam erreicht zu haben stärkt die Bereitschaft, weitere Schritte zu gehen und trägt so zur Verstetigung von Engagement bei.

Es werden neben den bisherigen AkteurInnen der Prävention und Gesundheitsförderung weitere Engagierte ihre Arbeit auf den Fokus Gesundheit ausrichten. Auch das bürgerschaftliche Engagement in der Behinderten- und Seniorenhilfe gilt es für diese aktuellen gesundheitspolitischen Herausforderungen zu sensibilisieren und zu fördern.

Dazu soll die Themensetzung im Rahmen der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2016“ beitragen.

Artikel aus dem Magazin "engagement macht stark!": Gesundheit und Prävention

Lesen Sie hier die Artikel zum Thema Gesundheit und Prävention, die in der Frühjahrsausgabe 2016 des Magazins "engagement macht stark!" veröffentlicht wurden: 

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Prof. Dr. Raimund Geene: Präventionsgesetz - ein Schritt zur Gesundheitsförderung auch für PatientInnen und Selbsthilfe.

Der Autor ist Professor für Kindergesundheit an der Hochschule Magdeburg-Stendal und war von 2007 bis 2012 Vorstand der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen.

Lesen Sie hier den Artikel im Magazin 2016/1

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Ulla Schmidt, MdB: Die Zukunft der Pflegeberufe

Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und  frühere Gesundheitsministerin zeigt die Entwicklungen der professionellen Ausbildung von Pflegekräften auf, mit denen der Gesetzgeber auf die wachsenden Anforderungen im Feld der Pflege reagiert.

Lesen Sie hier den Artikel im Magazin 2016/1

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Stefanie Emmert-Olschar/ Ina Kammermeier: Gesundheitsfördernde und präventive Potenziale im Kontext pflegeflankierenden Engagements: Die Kontaktstellen "PflegeEngagement"

Die Pflegewissenschaftlerin Emmert-Olschar und die Verwaltungswissenschaftlerin  Kammermeier, im Kompetenzzentrum Pflegeunterstützung bei der Selbsthilfe Kontakt und Informationsstelle (SEKIS) in Berlin zeigen die Potenziale der Kontaktstellen "PflegeEngagement" für die Entwicklung von gesundheitsförderlichen Strukturen auf bezirklicher Ebene in Berlin.

Lesen Sie hier den Artikel im Magazin 2016/1

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Dr. med. Katharina Graffmann-Weschke: Das Präventionsgesetz von 2015 und das Engagement in der Pflege

Die Autorin, Leiterin der AOK Pflege Akademie in Berlin, erläutert die Finanzierungsmöglichkeiten für Maßnahmen zu den Themen Ernährung, Bewegung, psychosoziale Gesundheit und Suchtprävention, Gewaltprävention und Mentales Training, die vor allem auch das ehrenamtliche Engagement in der Pflege unterstützen und ausbauen können.

Lesen Sie hier den Artikel im Magazin 2016/1

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Petra Fuhrmann/ Christoph J. Rupprecht: Gemeinsam Gesundheit gestalten

Die Autorin und der Autor, beide im Stabsbereich Gesundheitspolitik/Gesundheitsökonomie der AOK Rheinland/Hamburg tätig, erläutern die Neuerungen des Präventionsgesetzes von 2015 für die Stärkung lebensumweltbezogener Prävention und Gesundheitsförderung dar.

Lesen Sie hier den Artikel im Magazin 2016/1