Daimler engagiert sich für soziale und berufliche Integration

Daimler AG

Daimler ist in nahezu allen Ländern der Welt aktiv. Internationalität und das respektvolle Miteinander verschiedener Nationalitäten sind im Konzern seit Jahrzehnten gelebter Alltag. Allein in Deutschland arbeiten Menschen rund 140 verschiedener Nationalitäten zusammen. Für Daimler ist es daher selbstverständlich, die soziale und berufliche Integration von Flüchtlingen zu unterstützen und auch bei diesem Thema gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Daimler ist auf vielfältige Weise und bereits seit Langem in der Flüchtlingshilfe aktiv. Seit 2013 hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit „Luftfahrt ohne Grenzen e.V." bislang vier Hilfskonvois für syrische Flüchtlingslager in die Türkei und zwei Hilfsflüge in den Nordirak geschickt, um die Not der Flüchtlinge vor Ort zu lindern.

Die Brücke in den Arbeitsmarkt

Das bekannteste Integrationsprojekt des Unternehmens in Deutschland ist sicherlich das „Brückenpraktikum für Flüchtlinge und Asylbewerber“. Ziel der Brückenpraktika ist es, Flüchtlingen einen Weg in den deutschen Arbeitsmarkt zu ebnen. Erfolgreiche Teilnehmer werden nach dem Brückenpraktikum an Mittelständler, Zeitarbeitsfirmen oder in eine Berufsausbildung weitervermittelt.  Daimler selbst sucht derzeit in Deutschland nicht nach neuen Mitarbeitern in großer Zahl. Gleichzeitig können aber Tausende Stellen im Handwerk und bei kleinen Firmen nicht besetzt werden.  Bei den Brückenpraktika nutzt Daimler seine Infrastruktur und die  insgesamt starke Position, um Flüchtlingen durch die Vorqualifikation im Brückenpraktikum einen Weg in den deutschen Arbeitsmarkt und zu diesen offenen Stellen zu ebnen.

Bereits im ersten Halbjahr 2016 haben rund 300 Flüchtlinge am mindestens 14-wöchigen Brückenpraktikum an 15 Standorten in ganz Deutschland teilgenommen. Die zweite Welle der Brückenpraktika startete ab Spätsommer 2016 in einer ähnlichen Größenordnung. Daimler bietet das Brückenpraktikum in enger Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und den jeweiligen regionalen Jobcentern an. Die Behörden übernehmen die Auswahl der Bewerber.

Die Flüchtlinge erlernen im Brückenpraktikum praktische Grundkenntnisse zur Arbeit in der Industrieproduktion und besuchen täglich einen Deutschkurs. Der umfasst dabei in der Regel die Hälfte des siebenstündigen Arbeitstages. Die Sprachkurse zielen außerdem darauf ab, den Teilnehmern in der deutschen Arbeitswelt weiterzuhelfen. So werden zusammen Bewerbungsunterlagen erstellt und Vorstellungsgespräche auf Deutsch trainiert. Die Bundesagentur für Arbeit finanziert die ersten sechs Wochen des Brückenpraktikums. In den restlichen Wochen vergütet Daimler die Arbeitszeit auf Basis des Mindestlohngesetzes. Die Finanzierung der täglichen Deutschkurse übernimmt Daimler für die komplette Dauer der Brückenpraktika.

Das Programm ist erfolgreich. Beim ersten Brückenpraktikum im Mercedes-Benz Werk in Stuttgart-Untertürkheim erhielten viele der dort 40 gestarteten Teilnehmer nach Ende des Praktikums Angebote von Zeitarbeitsfirmen, für eine Weiterbeschäftigung in der Industrie, im Handwerk oder einen Ausbildungsplatz. „Unsere Erfahrungen im Brückenpraktikum sind gut. Die Teilnehmer sind wissbegierig und motiviert. Wenn man Menschen zusammenbringt und sie miteinander reden und arbeiten, verflüchtigen sich mögliche Berührungsängste schnell“, sagt Fabian Lorenz aus der Daimler-Personalabteilung. Er hat das Brückenpraktikum in Stuttgart organisiert und betreut und freut sich schon auf die Fortsetzung im zweiten Halbjahr 2016. „Wir haben gezeigt, dass das Konzept funktioniert – jetzt freuen wir uns auf die zweite Runde“.

Viele Angebote in einem großen Konzern

Neben den Brückenpraktika haben bei Daimler schon länger Werke, Niederlassungen und die Konzerntochter EvoBus Praktika, Einstiegsqualifizierungen und Ausbildungsplätze für junge Flüchtlinge angeboten. Knapp 50 weitere Teilnehmer sind oder waren dabei in verschiedenen Berufsfeldern im Einsatz. Dazu kommen seit 2015 nochmal rund 90 Flüchtlinge, die in den Ausbildungswerkstätten des Konzerns ein- bis vierwöchige Orientierungspraktika absolviert. Diese sind analog den bekannten Schülerpraktika aufgebaut. Zählt man all diese Initiativen mit dem Schwerpunkt Brückenpraktikum zusammen, sind bei Daimler rund 740 Flüchtlinge auf diese Weise bei der beruflichen Integration unterstützt worden.

Ausbildung und Arbeit für Flüchtlinge

Doch das ist noch nicht alles. Das Unternehmen hat zudem 50 zusätzliche Ausbildungsplätze für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt, die über das übliche Kontingent an Ausbildungsplätzen bei Daimler hinausgehen. Von diesen Plätzen waren im September 2016 bereits rund 20 Stellen besetzt. Flüchtlinge haben bei Daimler auch schon eine Festeinstellung gefunden. Bereits im Jahr 2015 waren es neun Festeinstellungen. 2016 werden es rund 50 sein.

Neben der beruflichen Integration engagiert sich Daimler auch bei der sozialen Integration der Flüchtlinge und unterstützt zahlreiche Hilfsaktionen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit Spendenaktionen des Unternehmens und der Mitarbeiter werden Flüchtlings-Hilfsprojekte in ganz Deutschland auch finanziell unterstützt. Die Bandbreite Hilfsaktionen reicht von der Finanzierung weiterer Deutschkurse für Flüchtlinge bis zur Unterstützung bei Renovierungen von Flüchtlingsunterkünften. Zudem stellt das Unternehmen eine sogenannte „Helferflotte“ aus Mercedes-Benz Fahrzeugen für Hilfsorganisationen zur Verfügung. Darüber hinaus setzen sich die Standorte in lokalen Projekten bei der sozialen Integration ein. Beschäftigte des Unternehmens engagieren sich persönlich und direkt bei unseren Initiativen vor Ort.