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Marco Schreyl
Moderator
„Vielleicht
ist die Zeit reif für ein „Deutschland sucht den Superstar des Ehrenamts“.“
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1. Herr Schreyl, Sie engagieren sich für Menschen mit Mukoviszidose. Was bedeutet
dieses Engagement für Sie persönlich und wie kamen Sie zu dieser Aktivität?
Ich habe auf
Anfrage meines damaligen Chefs, dem ZDF-Intendanten Markus Schächter, eine
Benefizgala für Menschen mit Mukoviszidose moderiert. Auf der Veranstaltung habe ich dann mit vielen Betroffenen
und ihren Angehörigen ganz intensive Gespräche geführt. Am nächsten Morgen bin
ich aufgewacht und mir war klar: „Das will ich machen – für diese Menschen
möchte ich mich engagieren. Und wenn ich heute, vier Jahre später, die vielen
Begegnungen mit Betroffenen Revue passieren lasse, muss ich sagen: Die Zeit mit
ihnen hat mir sehr viel gegeben – einen anderen Blick auf das Leben, Witz und
Humor, Offenheit.
2. Die Aktionswoche steht unter dem Motto
"Engagement macht stark!" Wie kann bürgerschaftliches Engagement
jeden Einzelnen stärken?
Ich bin Pate von Haus Schutzengel – einer Heimstätte für
Mukoviszidose-Betroffene, die dem schwersten Schritt ihres Lebens, einer
Lungentransplantation, entgegen sehen. Die Patenschaft hat mir sehr bewusst
gemacht, wie viel Glück ganz alltägliche Dinge in sich tragen. Zum ersten Mal
in meinem Leben bin ich dem Thema Tod ganz nah gekommen. Eine Erfahrung, die
mein Denken und Handeln enorm beeinflusst hat.
3. Welche Bedeutung hat
bürgerschaftliches Engagement für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft?
Gerade die aktuelle Finanzkrise
zeigt es wieder. Keiner lebt und handelt für sich alleine. Jeder, der kann, ist
deshalb verpflichtet etwas für die Gemeinschaft zu tun.
4. Bereits 23 Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich. Wie
können die Medien eingesetzt werden, um noch mehr – vor allem junge – Menschen für das bürgerschaftliche Engagement
zu gewinnen?
Vielleicht
ist die Zeit reif für ein „Deutschland sucht den Superstar des Ehrenamts“. Ich
würde das Format auch moderieren – ehrenamtlich versteht sich.
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