INFOLETTER 1_2014

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Engagierte,

in diesem Jahr findet die Woche des bürgerschaftlichen Engagements zum zehnten Male statt – wir können also durchaus von einer gewissen Tradition sprechen. Doch das ist natürlich alles andere als ein Anlass zum Ausruhen oder zur routinemäßigen Abarbeitung einer bestehenden Agenda. Nachdem wir im vergangenen Jahr mit der Auftaktveranstaltung in Mainz zu Gast waren, bleiben wir zum Jubiläum in Berlin, um dann in Zukunft alle zwei Jahre im Wechsel mit Berlin ein anderes Bundesland in den Fokus zu nehmen.

Dieser erste INFOLETTER umreißt vor allem die thematischen Schwerpunkte der kommenden Aktionswoche: Engagement und demografischer Wandel, Engagement und Inklusive Gesellschaft sowie Engagement in Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU). Weiterhin werden die großen Partnerorganisationen der Woche vorgestellt: das ZDF und der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) als Medienpartner und die Aktion Mensch als Themenpartner.

Weitere technische und organisatorische Details zur diesjährigen Woche des bürgerschaftlichen Engagements – unter anderem über die Freischaltung des Engagement-Kalenders – erhalten Sie dann mit dem nächsten INFOLETTER, der Ende Mai erscheint.

Bis dahin wünschen wir Ihnen einen wunderbaren, engagierten Frühling!


Ihr

HENNING FÜLLE

Redakteur

Bundespräsident Joachim Gauck übernimmt Schirmherrschaft!

Unmittelbar vor dem Versand dieses INFOLETTERS erreicht uns die Nachricht, dass der Bundespräsident auch im Jubiläumsjahr die Schirmherrschaft über die Woche des bürgerschaftlichen Engagements übernimmt!

INHALT

1.1 Save the Date! 10. Aktionswoche vom 12. bis 21. September 2014
1.2 Thementage der 10. Woche des bürgerschaftlichen Engagements
1.2.1 Thementag Demografischer Wandel
1.2.2 Thementag Inklusion
1.2.3 Thementag KMU
2. Partner der Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2014
3. Hinweise auf Veranstaltungen und Materialien

1.1 SAVE THE DATE: 12. bis 21. September 2014

Die diesjährige 10. Woche des bürgerschaftlichen Engagements findet laut Beschluss der BBE-Mitgliederversammlung vom 12. bis 21. September statt. In bewährter Manier wird im Frühjahr (etwa im April) der Aktionskalender online geschaltet, mit dem die Veranstaltungen der Woche bundesweit angekündigt und beworben, gesucht und gefunden werden können. Die Freischaltung des Kalenders kündigen wir durch eine gesonderte E-Mail und auch auf den Websites des BBE und der Aktionswoche und über die Presse an.

Das Magazin "engagement macht stark!", dessen Frühjahrsausgabe Ende Mai 2014 erscheint, bietet wieder ein breites Spektrum von Fachartikeln, Diskussionsbeiträgen und informativen Reportagen zu Engagement, Partizipation und bürgerschaftlicher Verantwortung in den Schwerpunktbereichen der Thementage der diesjährigen Aktionswoche. 

Für die neue Ausgabe des Magazins können Sie sich hier mit einer formlosen E-Mail auf die Versandliste setzen lassen. Sie bekommen das neue Heft dann unmittelbar nach Erscheinen kostenfrei zugesandt. (Bitte nur Einzelexemplare!) Auch von den älteren Ausgaben haben wir zum Teil noch wenige Hefte. Die älteren Ausgaben finden sich aber auch vollständig als PDF auf der Website der Aktionswoche.

Weitere Einzelheiten geben wir im nächsten INFOLETTER bekannt, der Ende Mai erscheint.

1.2 Thementage der 10. Woche des bürgerschaftlichen Engagements

Die jährlich wechselnden Thementage heben bestimmte Schwerpunkte aus der Vielfalt der Engagementpraxis hervor. Sie sind als Anregung gedacht, gesellschaftspolitische Brennpunkte dieser Praxis besonders zu beleuchten. Hervorheben möchten wir damit den Beitrag von Engagement und Partizipation bei der verantwortungsvollen Gestaltung des Gemeinwesens und der Schaffung und Stärkung von Zusammenhalt in der Gesellschaft hervorzuheben. Ihre thematische Bestimmung – die selbstverständlich die Bedeutung der Praxis in allen anderen Bereichen nicht schmälert – erfolgt nach ausführlichen Diskussionen im BBE-Netzwerk und seinen Gremien.

Für 2014 sind dies die Bereiche "Demografischer Wandel – Alternde Gesellschaft" und "Inklusion" – Themen, bei denen die Bedeutung zivilgesellschaftlichen Engagements besonders deutlich sichtbar wird: Weder die Chancen noch die Herausforderungen, die in diesen gesellschaftspolitischen Themenfeldern aufscheinen, könnten allein durch staatliche oder öffentliche Maßnahmen verantwortungsvoll und zukunftsfähig bewältigt werden. Die "Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung" – Corporate Social Responsibility (CSR) in Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) stellt einen Bereich in den Vordergrund, der angesichts des Gewichts der großen Akteure in der Öffentlichkeit häufig im Schatten bleibt. Was seiner Bedeutung nicht gerecht wird: Schließlich werden weit über 90 Prozent der gesellschaftlichen Wirtschaftsleistung in KMU erbracht; und deren Engagement findet zumeist "vor Ort" und damit konkret, erfahrbar und unmittelbar wirksam statt.

Zu den Thementagen werden Sonderausgaben des INFOLETTERS erstellt, die in diesem Jahr – dies als Neuerung – schon vor der Woche des bürgerschaftlichen Engagements nicht nur an die Medien, sondern an die großen Abonnentenkreise des INFOLETTER und des BBE-NEWSLETTER versandt werden.

1.2.1 Thementag Demografischer Wandel

Lebenserfahrung gegen Versorgung? Engagement in der alternden Gesellschaft

Die demografische Entwicklung zumal in den postindustriellen Gesellschaften Westeuropas wird vor allem unter dem Gesichtspunkt ihrer "Alterung" als "Problem" – oder neutraler formuliert: als "Herausforderung" – angesehen: Sinkende Geburtenraten und steigende Lebenserwartung führen zu einer "(Über)Alterung" der Gesellschaft. Das Problematische besteht vor allem darin, dass der Anteil der ökonomisch nicht mehr aktiven, d.h. der an der materiellen Wertschöpfung nicht mehr unmittelbar Beteiligten stark zunimmt und unterhalten, versorgt oder auch gepflegt werden muss. Dies ist zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe geworden, da die familialen oder auch lebensgemeinschaftlichen Strukturen, die sich in agrarisch geprägten, ja, auch noch in industriellen Gesellschaften dieser Aufgaben annahmen, sich seit Jahrzehnten auflösen. An ihre Stelle sind die Sozialsysteme getreten, die professionellen staatlichen, öffentlichen und karitativen Einrichtungen der Alten- oder Seniorenbetreuung, finanziert aus Versicherungssystemen und Vorsorgekassen, die aber angesichts der zitierten demografischen Entwicklungen an ihre Grenzen stoßen.

In diesem Sinne betrifft der "demografische Wandel" eben keineswegs nur die alternde Bevölkerung, sondern auch die jungen und die mittleren Generationen; und es handelt sich auch nicht nur um problematische Entwicklungen, sondern auch um Chancen gesellschaftlich-kultureller Veränderung und Gestaltung.

Dabei kommen dem Engagement-Motiv mehrfache Bedeutungen zu:

         Dem Ende der Vollzeit-Berufstätigkeit folgt heute für die Mehrheit der Menschen eine womöglich lange Lebensphase, in der sie über die Energie, das Bedürfnis, vielfältige Kompetenzen und vor allem die disponible Zeit verfügen, sich im Sinne von Teilhabe und ohne materielle Gegenleistung für das Gemeinwesen oder Zwecke des Gemeinwohls zu engagieren.

        Gleichzeitig sind die öffentlichen Institutionen der Altersversorgung und -betreuung offenkundig quantitativ und qualitativ mit der Aufgabe überfordert, dem wachsenden Anteil der alten Menschen jenes würdige Leben zu garantieren, das ihnen sowohl rechtlich als auch moralisch zusteht; hier findet das ehrenamtliche, freiwillige Engagement traditionell ein weites Tätigkeitsfeld.

         Für die Vorbereitung auf die Berufsphase besteht ein institutionalisiertes System formeller und informeller Bildung, das für die nachberufliche Phase erst in Ansätzen existiert; hier liegt ein umfangreiches Betätigungsfeld für freiwilliges Engagement.

         Besondere Herausforderungen stellt der demographische Wandel im strukturschwachen ländlichen Raum dar. Der Thementag setzt auch hier einen Akzent.

Im Rahmen des generationenübergreifenden Ansatzes, mit dem das Thema als diesjähriger Schwerpunkt des BBE behandelt wird, geht es an diesem Thementag sowohl um Möglichkeiten und Formen des Engagements von Menschen jenseits der Berufstätigkeit als auch um zivil- oder bürgergesellschaftliche Formen des Engagements für die alternde Bevölkerung. Und damit auch um die Aufgabe der Organisierung des Austausches von "Lebenserfahrung" gegen "Versorgung" jenseits von familialen Strukturen, jenseits der Perspektive der Alterung der Gesellschaft als "Problem". Der demografische Wandel wird vor diesem Hintergrund auch als Chance für einen Kulturwandel und eine Perspektive der Wohlfahrtsgesellschaft begriffen, die die klassischen Ausprägungen des Wohlfahrtsstaates ergänzt.

1.2.2 Thementag Inklusion

Engagiert für Inklusion

Die Aufgabe "Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft" ist noch verhältnismäßig jung und scheint Selbstverständlichkeiten zu formulieren – jedenfalls für Gesellschaften, die in der Tradition der Erklärung der Menschenrechte (1776/1789/1948) verfasst sind: Die Verwirklichung des Rechtes aller Menschen auf gleichberechtigte und chancengleiche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Jedoch ist mit dem Begriff der Inklusion, der inklusiven Gesellschaft, zum Ende des vergangenen Jahrhunderts ein neuer Ansatz zur Konkretisierung dieses Menschenrechtes entwickelt worden, der beansprucht, Mängel und Widersprüchlichkeiten der bis dahin vorherrschenden Konzepte der Integration von Minderheiten, des Ausgleichs von Behinderungen oder Beeinträchtigungen und der Ausschaltung von Vorurteilen und Diskriminierungen zu überwinden.

Dabei geht die UN-Konvention, die 2006 die Inklusion als Ziel einer an der Verwirklichung der Menschenrechte orientierten Politik formulierte, von einem Bezug auf "Menschen mit Behinderungen" aus, also von einer eher "engen" Fassung des Begriffs. Dieser Fassung folgen viele Dokumente und Erklärungen, die Inklusion als politische Aufgabe und Selbstverpflichtung staatlicher Politik und öffentlicher Verwaltung erklären.

Doch diese eher "enge" Fassung des Begriffs trägt deren Überschreitung schon in sich: Wenn es nicht länger darum gehen soll, Minderheiten in eine Mehrheitsgesellschaft zu integrieren, sondern um eine Gesellschaftsverfassung und -gestaltung, die jedem und allen unmittelbar die volle Teilhabe ermöglicht, dann betrifft Inklusion nicht allein körperlich oder geistig "behinderte" oder eingeschränkte Menschen.

Zumal in dieser "weiteren“ Fassung ist Inklusion – die Verwirklichung einer inklusiven Gesellschaft – ein genuines Thema bürgerschaftlichen Engagements. Hier geht es zum einen um die Erfahrungen, Erwartungen und  Diskussionen über Inklusion von Organisationen und Verbänden von und für Menschen mit Behinderungen. Es geht aber auch um eine "Politik der Lebensstile", um die Anerkennung von Differenzen in der Gesellschaft entlang von Alter, Geschlecht, Hautfarbe, geschlechtlicher Orientierung etc. Zu diskutieren sind hier also mit breiten Zugängen Fragen eines umfassenden gesellschaftlichen Kulturwandels, der beispielsweise auch "Senioren" oder "Migranten" einbezieht.

Gerade die Verwirklichung eines solchen umfassenden gesellschaftlichen Kulturwandels ist allein mit den klassischen Mitteln staatlicher Politik und Verwaltung – der Setzung von Regeln, Normen und der Durchführung von Maßnahmen – nicht zu erreichen. Hierfür ist das eigenverantwortliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern jenes notwendige Element, das die Ideen und Normen der Demokratie lebendig macht, wie die Bundeskanzlerin in ihrer Neujahrsansprache erklärt hat.

Der Thementag "Engagiert für Inklusion" stellt die vielfältigen Ansätze und Praxisformen der Förderung von Inklusion heraus.

1.2.3 Thementag KMU

Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) – Leuchttürme des Engagements?

Im Sinne des trisektoralen Ansatzes der Netzwerkstruktur des BBE ist die Engagementpraxis von Wirtschaftsunternehmen ein ständiger Schwerpunkt auch der Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Dabei stehen zumeist die Großunternehmen im Fokus der Wahrnehmung, deren Aktivitäten und Entscheidungen große Teile der Gesellschaft betreffen. Insofern ist es nur folgerichtig, dass von den Großunternehmen richtungsweisende Impulse für die Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung ausgehen, die inzwischen überall in eigenen CSR-Abteilungen, oft mit Vorstandsrang, gebündelt wird.

Für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) sind die Bedingungen im Hinblick auf die Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung signifikant verschieden: Personelle und materielle Ressourcen, die für Freistellungen zum Corporate Volunteering, Mentoring oder zur Unterstützung des Gemeinwesens zur Verfügung gestellt werden könnten, sind begrenzt.

Dabei zählen mehr als 99 Prozent der Wirtschaftsunternehmen in der Bundesrepublik (und auch in der EU) zu den Kleinen und Mittleren Unternehmen mit unter 500 Beschäftigten und Umsätzen/Bilanzsummen im niedrigeren zweistelligen Millionenbereich. In KMU sind, wie das Bonner Institut für Mittelstandsforschung untersucht hat, über 65 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse angesiedelt und werden über 80 Prozent. der Berufsausbildungen realisiert. Insofern nehmen sie im Verhältnis zu ihrer Größe schon dadurch ein hohes Maß an gesellschaftlicher Verantwortung wahr; aber auch darüber hinaus sind kleine und mittelständische Unternehmen in der Regel stark mit ihren Standorten verbunden und aktive verantwortliche Mitglieder der Gesellschaft.

Gelten die Zuschreibungen, KMU seien besonders innovativ, kompetent und effektiv und bildeten damit den Kern der internationalen Konkurrenzfähigkeit der deutschen Wirtschaft, auch für ihre Engagementpraxis und die Wahrnehmung ihrer "Corporate Social Responsibility (CSR)"? Welche Rolle kann Engagementpraxis von KMU bei der Entwicklung eines balancierten Welfare Mix – zumal im ländlichen Raum – spielen? Welche Bedeutung kommt ohnehin gemeinwesenorientierten kommunalen Unternehmen zu? Welche Möglichkeiten haben KMU, die sich in die Entwicklung engagementfördernder Infrastrukturen einzubringen?

Dieser Thementag nimmt die besonderen Möglichkeiten und Formen, aber auch die Schwierigkeiten der Engagementpraxis in kleinen und mittleren Unternehmen in den Blick, reflektiert deren Bedeutung und diskutiert ihre Weiterentwicklung und deren Rahmenbedingungen.

2. Partner der Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2014

Medienpartner: ZDF ...

Auch in diesem Jahr ist das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) Medienpartner der Woche des bürgerschaftlichen Engagements und begleitet sie journalistisch aber auch – zumal was die Auftaktveranstaltung angeht – technisch und logistisch: Licht, Ton und Aufzeichnung.

 ... und der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA)

Bereits im vergangenen Jahr war der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter, der 220 Verlage von Anzeigenblättern und Gratiszeitungen mit über 900 Titeln und einer Wochenauflage von 65,2 Mio. Exemplaren vertritt Partner der Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Auch wenn dieser Dachverband nicht selbst als Verleger oder Redaktion fungiert, hat sich sein Engagement massiv und nachhaltig in der Presseresonanz zur Aktionswoche niedergeschlagen. Die Anzeigenblätter sind eben "vor Ort" – wo Engagement vor allem praktisch stattfindet. Damit haben die Engagierten starke Verbündete und Multiplikatoren und die Anzeigenblätter wichtige und starke redaktionelle Themen und Geschichten: Eine klassische Win-Win-Situation!

Dazu Dr. Jörg Eggers, Geschäftsführer BVDA:

"Bürgerschaftliches Engagement findet in Anzeigenblättern eine Stimme"

Der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter e.V. (BVDA) ist auch im Jahr 2014 wieder Medienpartner der Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Der BVDA ist Mitglied im BBE und war im vergangenen Jahr zum ersten Mal als Medienpartner mit dabei.

"Wir freuen uns, auch im Jahr 2014 Medienpartner dieser wichtigen bundesweiten Aktion zu sein", sagt BVDA-Geschäftsführer Dr. Jörg Eggers. "Durch ihre sublokale Ausrichtung und die regionale Verbundenheit sind Anzeigenblätter optimale Informationsträger für gemeinnützige Initiativen vor Ort. Viele unserer Blätter berichten regelmäßig über freiwillig engagierte Menschen und Organisationen aus ihrem Einzugsgebiet. Bürgerschaftliches Engagement findet in Anzeigenblättern eine Stimme - und gleichzeitig bekommen die Redaktionen immer wieder interessantes Material für ihre Berichterstattung. Diese Kooperation führen wir als Verband sehr gerne weiter."

AKTION MENSCH: Premium-Themenpartner der Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2014

Wir freuen uns sehr, dass wir die AKTION MENSCH als Premium-Themenpartner der Woche des bürgerschaftlichen Engagements gewinnen konnten! Dazu erklärt Alexander Westheide von der Stabsstelle Strategie und Kooperationen der Aktion Mensch:

"Die Vermittlung der Potenziale einer inklusiven Gesellschaft ist für die Aktion Mensch ein zentrales Ziel. Für die Verwirklichung der Vision von Inklusion ist eine starke Zivilgesellschaft, in der sich jeder Bürger - ob mit oder ohne Behinderung - aktiv einbringen kann, eine Kultur des Mitgestaltens, in der sich jeder Mensch als Akteur der Gemeinschaft erlebt, von zentraler Bedeutung. Das ist die Grundlage für Solidarität und Chancengleichheit und somit ein Grundpfeiler für eine inklusive Gesellschaft. Denn Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, vollständig und gleichberechtigt an allen gesellschaftlichen Prozessen teilzuhaben und sie mit zu gestalten - und zwar von Anfang an und unabhängig von individuellen Fähigkeiten.

Mit der Partnerschaft im Rahmen der Woche des bürgerschaftlichen Engagements möchte die Aktion Mensch dazu beitragen, dass die flächendeckende Vernetzung zivilgesellschaftlicher Organisationen in Deutschland auch weiterhin erfolgreich ist. Gemeinsam mit ihren Mitgliedsverbänden hat sie in der Vergangenheit durch vielfältige Vernetzungsinitiativen und durch die Förderung innovativer Projekte einen maßgeblichen Beitrag dazu geleistet. In Zukunft wird es verstärkt darum gehen, noch mehr Menschen mit und ohne Behinderung zum bürgerschaftlichen Engagement zu motivieren, ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen und Projektideen zu unterstützen. Denn die Aktion Mensch ist davon überzeugt, dass der für Inklusion notwendige gesellschaftliche Veränderungsprozess nur dann gelingen kann, wenn sich möglichst viele Menschen aktiv daran beteiligen.

3. Hinweise auf Veranstaltungen und Materialien

"Inklusion jetzt! Empfehlungen aus der Praxis"

Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin, am 24. März 2014:

Die inklusive Gesellschaft braucht den Austausch zwischen Praxis und Politik, zwischen Ehrenamt und Beruf, zwischen dem Privatem und der Öffentlichkeit. Die Veranstaltung möchte dazu Gelegenheit geben.

Näheres hier oder über Sarah Vespermann, Telefon 030 26935 7326, E-Mail 

 

"Unternehmen Engagement" – Bundesweite Tagung zur Freiwilligenarbeit für und von Menschen mit Behinderung. 5. - 6. Juni 2014 in Berlin

Eine lebendige Behindertenhilfe ist eine, in der auch Freiwillige mitarbeiten. Eine inklusive Gesellschaft ist eine, in der auch behinderte Menschen Freiwillige sein können. Doch wie bringt man beide Aspekte zusammen? Viele Ehrenamtsbeauftragte in den Diensten und Einrichtungen vor Ort suchen bereits nach Möglichkeiten, das Engagement für Menschen mit Behinderung und das von ihnen miteinander zu verbinden – "in Gedanken", aber auch schon in ganz konkreten Projektideen. Die zweitägige Veranstaltung bietet zum ersten Mal ein großes Austauschforum zum Thema. Ansätze und Lösungen werden insbesondere (und ausgerechnet!) in einem noch jungen und umstrittenen Feld der Freiwilligenarbeit gesucht: im Bereich des Unternehmensengagements. Für alle Freiwilligenkoordinatorinnen und -koordinatoren (mit und ohne Behinderung), die von einer Tagung viel praktisches Handwerkszeug sowie kühne Ideen und ver-rückte Perspektiven erwarten. Die Veranstaltung wird von Aktion Mensch gefördert.

Eine Veranstaltung des Bildungsinstituts inForm, in Kooperation mit der Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland, der Lebenshilfe Berlin und der Lebenshilfe NRW.

Näheres: Akademie für Ehrenamtlichkeit, Thomas Kegel, 030 275 49 38, E-Mail

 

Berliner Stiftungswoche: Engagement sichtbar machen. 1. - 11. April 2014

Die Berliner Stiftungswoche findet 2014 bereits das fünfte Mal in direkter Folge statt. Gemeinsam stellen die in den Hauptstadt tätigen Stiftungen ihre Arbeit den Bürgerinnen und Bürgern vor. Das Besondere an dem Projekt ist der Kooperationscharakter, der inzwischen auch als Vorbild für weitere Städte dient. Gemeinnützige Organisationen können mehr Aufmerksamkeit, mehr Öffentlichkeit und letztlich mehr Wirkung erzielen, wenn sie sich gemeinsam präsentieren und gemeinsam Verantwortung übernehmen. So wird Engagement stärker sichtbar.

Im Rahmen der Stiftungswoche findet am 3. April 2014 um 10.00 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema "Verantwortung" statt, die gemeinsam mit dem Deutschen Fundraising Kongress (2. - 4. April 2014) veranstaltet wird.

 

Frisch auf dem Tisch:

Nicole D. Schmidt, Petra Knust: "mittenmang dabei!" Bürgerschaftliches Engagement als Chance (=Arbeitshilfen für Selbsthilfe- und Bürgerinitiativen Nr. 45), hrsg. von der Stiftung Mitarbeit, Bonn 2013

Die Autorinnen haben die Erfahrungen und Erkenntnisse aus acht Jahren inklusiver Engagementbegleitung von Menschen mit und ohne Behinderung in den beiden Freiwilligenzentren mittenmang in Schleswig-Holstein im Zusammenhang mit den Anforderungen einer modernen Bürgergesellschaft dargestellt. Konstruktive Gesellschaftskritik und praktische Vorschläge machen das Buch auch zu einem Rezeptbuch für die Praxis.

ISBN 987-3-941143-16-6, 176 Seiten, €10.-

 

Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Vielfältiges Deutschland, Bausteine für eine zukunftsfähige Gesellschaft, Gütersloh 2014

Ausgewiesene Experten wie Naika Foroutan , Rita Süßmuth, Friedrich Heckmann, Will Kymlicka, Paul Mecheril, Herbert Brücker, Roland Roth u.a. analysieren aus unterschiedlichen Blickwinkeln die integrationspolitische Debatte seit der Jahrtausendwende. Sie liefern, zusammen mit jungen Autoren wie Jagoda Marinic, Kien Nghi Ha oder Schirin Amir-Moazami Bausteine für eine zukunftsfähige, das heißt vielfältige Gesellschaft.

ISBN 978-3-86793-506-7, 550 Seiten, €28.-

Hrsg.: Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement
V.i.S.d.P.: PD Dr. Ansgar Klein
Infoletter-Redaktion: Dr. Henning Fülle, Dieter Rehwinkel
Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
BBE Geschäftsstelle gGmbH - Team der Aktionswoche -
Michaelkirchstraße 17/18
10179 Berlin
Tel: +49 (030) 62980 - 120
Fax: +49 (030) 62980 - 9183
E-Mail: aktionswoche@b-b-e.de
www.engagement-macht-stark.de
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