Infoletter 4_2013

Liebe Leserinnen und Leser,

die 9. Aktionswoche bürgerschaftliches Engagement ist mittlerweile "Geschichte". Das Kampagnen-Team des BBE, das in diesem Jahr durch die Auftaktveranstaltung in der Rheinland-Pfälzischen Landeshauptstadt - also ziemlich fern von Berlin - besonders gefordert war, bedankt sich bei allen Kooperationspartnern, namentlich der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und den dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP), bei unseren Medienpartnern, dem ZDF und dem Bundesverband der Anzeigenblätter, bei den beiden Kirchen sowie beim Malteser Hilfsdienste e.V., die die Kampagne und die zentralen Veranstaltungen großartig unterstützt haben. Selbstverständlich gilt unser Dank auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle und nicht zuletzt dem Sprecherrat des BBE! Es war wieder eine große Kampagne, in der wir viel erreicht und viel gelernt haben. Dies wird uns sicher bei der Planung und Vorbereitung der 10. Aktionswoche im kommenden Jahr zu Gute kommen. Über diese Planungen werden wir sie im ersten Infoletter des kommenden Jahres informieren. Aber vorher melden wir uns noch einmal kurz...

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihr

HENNING FÜLLE

Redakteur

INHALT

1. Die Aktionswoche 2013
1.1 Die Auftaktveranstaltung
1.2 Die Abschlussveranstaltungen
1.3 Auswertung der Aktionswoche
1.4 Das Engagement in der Aktionswoche sichtbar machen: Das Engagement-Mosaik
2. Hinweise und Nachrichten
2.1 Bundespräsident Gauck würdigt Engagierte
2.2 Fotausstellung
2.3 Parlamente und Engagement: Ausschuss im Berliner Abgeordnetenhaus nimmt Arbeit auf
2.4 ... zu guter Letzt: Ausgabe 2_2013 des Magazins fast vergriffen!

1. Die Aktionswoche 2013

Die 9. Woche des bürgerschaftlichen Engagements, die in diesem Jahr mit ca. 2.700 Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet wiederum unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Dr. Joachim Gauck stand, ist inzwischen der Höhepunkt des "Engagement-Jahres". Eine wachsende Zahl von Intitiativen und Organisationen nutzt die Kampagne, um dafür zu werben, sich an der Gestaltung des Gemeinwesens zu beteiligen, die Vielzahl von Möglichkeiten des Engagements öffentlich aufzuzeigen, aber auch auf Defizite und Wünschenswertes im Hinblick auf die Förderung und Anerkennung von engagierter Teilhabe hinzuweisen.

Auch für das BBE als bundesweites Engagement-Netzwerk stellt die Aktionswoche einen Höhepunkt und die Bestätigung seiner Arbeit dar, was sich zumal bei den bundesweiten Auftakt- und Abschlussveranstaltungen zeigt.

 

1.1 Auftaktveranstaltung

Ministerpräsidentin Dreyer: Eröffnungsrede zur Aktionswoche

Am 10. September 2013 eröffnete Ministerpräsidentin Malu Dreyer die bundesweite Woche des bürgerschaftlichen Engagements im Festsaal der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Dabei würdigte sie die Woche nicht nur als eine gute Möglichkeit, um auf das Engagement der BürgerInnen öffentlich aufmerksam zu machen und dieses anzuerkennen. Ebenso sieht sie darin eine Chance, darüber zu diskutieren, was der Staat, was die Zivilgesellschaft und was die Wirtschaft tun können, um bürgerschaftliches Engagement zu stärken. Sie stellte Aufgaben der Engagementförderung und Engagementpolitik ins Zentrum ihrer Rede. Dabei betonte sie die Länderperspektive, aber zeigte ebenso die Bedeutung bundesweiter Kooperationen und der Unterstützung und Mitwirkung im bundesweiten BBE-Netzwerk auf.

Hier die Rede im Wortlaut

Zur Auftaktveranstaltung hat die Staatskanzlei ein kurzes Video herstellen lassen, das einen schönen Eindruck von der Veranstaltung vermittelt.

1.2 Die Abschlussveranstaltungen

Zwei große Abschlussveranstaltungen setzten am 21. September 2013 den Schlusspunkt der diesjährigen Woche des bürgerschaftlichen Engagements.

In Köln erörterten 350 TeilnehmerInnen während der Dritten Ökumenischen Tagung zum ehrenamtlichen Engagement in Kirche und Gesellschaft unter dem Titel »Gefordert und gefördert. Wie selbstbestimmt ist ehrenamtliches Engagement?« die Lage der Engagementförderung in den Kirchen. Eine Dokumentation der Tagung wird vorbereitet. Auf der Homepage der Veranstaltung finden sich Links zu den Abschlussthesen der Tagung sowie zu Impressionen in Form von Videos und Fotos. In der gemeinsamen Presseerklärung von EKD, ZdK und BBE heißt es - vor allem mit Blick auf den neuen Bundestag: "Ehrenamtliches Engagement bedarf unterstützender Rahmenbedingungen und einer verlässlichen Infrastruktur in Kommunen, Vereinen und Verbänden, in Unternehmen, Schulen und Kirchengemeinden. Es braucht eine Politik, die Engagementförderung als Querschnittsaufgabe versteht."

Knapp 2.000 Engagierte des Malteser Hilfsdienstes e.V. ließen bei einem Fest anlässlich des 60. Geburtstags der Organisation die Aktionswoche im Aachener Fußballstadion Tivoli ausklingen. BBE-Geschäftsführer Ansgar Klein beendete dort offiziell die Aktionswoche.

 

 

1.3 Auswertung der Aktionswoche

Auswertung des Veranstaltungskalenders 2013

Insgesamt wurden in diesem Jahr 2.695 Veranstaltungen in den Veranstaltungskalender auf www.engagement-macht-stark.de eingetragen. Damit ist die Zahl der Aktionen im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich geblieben, trotz der gleichzeitigen "heißen Phase" des Bundestagswahlkampfes (und der Landtagswahlkämpfe in Bayern und Hessen).

1. Verteilung der Veranstaltungen nach Bundesländern

Wie im Vorjahr ist auch in 2013 Nordrhein-Westfalen (mit 23% der Aktionen) das deutlich beteiligungsstärkste Bundesland  (2012: 22%)

Eine Veränderung hat sich in der Reihenfolge der darauf folgenden  Bundesländer ergeben: Dieses Jahr konnten an zweiter Stelle Bayern (14%), gefolgt von Hessen (11%) sowie Berlin und Baden-Württemberg (je 8%) die meisten Veranstaltungen für sich verbuchen.

2. Thematische Verteilung der Veranstaltungen

Die Auswertung des Veranstaltungskalenders im Hinblick auf die Themen und Aktionsbereiche der Veranstaltungen ist noch nicht abschlossen. Es zeichnen sich aber mit den Bereichen „Gesundheit und Selbsthilfe“, „Natur- und Umweltschutz“, „Migration“, „Bildung und Erziehung“, „Ernährung und Entwicklungspolitik“ sowie „Familie und Senioren“ und „Sport“ wiederum gewisse Schwerpunktbereiche ab, wobei es bei den Gewichtungen erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern gibt, die noch zu analysieren sein werden.

3. Die Partner der Aktionswoche: Malteser Hilfsdienste e.V., Bundesverband der Anzeigenblätter (BVDA), ZDF

Neben der Gestaltung der beiden Abschlussveranstaltungen haben die Malteser Hilfsdienste e.V.  im Rahmen der Aktionswoche bundesweit knapp 60 Veranstaltungen durchgeführt.

Die Beteiligung unseres neuen Medienpartners, des Bundesverbandes der Anzeigenblätter (BVDA) misst sich – das liegt in der Natur der Sache – nicht in Veranstaltungen, sondern in der medialen Begleitung der Aktionswoche und des Engagement-Themas. Viele Anzeigenblätter – so z.B. die „Berliner Woche“ mit einer wöchentlichen Gesamtauflage von 1.5 Millionen in 33 Regionalausgaben – haben im Zusammenhang unserer Partnerschaft das Thema und die Woche zum Gegenstand eigener redaktioneller Rubriken gemacht.

Dies und das Engagement des Bundesverbandes für die diesjährige Aktionswoche hat die Thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht in ihrer Rede auf dessen Herbsttagung am 18.10.2013 in Erfurt besonders gewürdigt:

„Anzeigenblätter sind eine ergänzende Informationsquelle über das örtliche Geschehen. Ich freue mich besonders, dass die Verlage und Redaktionen sich seit einiger Zeit auch die Förderung des ehrenamtlichen Engagements auf die Fahnen geschrieben haben. Damit übernehmen sie Verantwortung als Akteur in unserer Gesellschaft. Ich möchte Sie ermutigen: Bringen Sie sich auch weiterhin als Medienpartner für ehrenamtliches Engagement ein. So, wie Sie dies unter anderem auch bei der 'Woche des bürgerschaftlichen Engagements' Ende September getan haben.“

In nun schon bewährter Weise hat das ZDF vor allem die Auftaktveranstaltung zur Aktionswoche in der Mainzer Staatskanzlei großzügig durch die Aufzeichnung der Veranstaltung und die dafür notwendigen technischen Einrichtungen und Dienstleistungen unterstützt. Und nicht zuletzt hat die Moderatorin der Nachrichtensendung "heute", Barbara Hahlweg in ebenso kompetenter wie humorvoller Weise durch die Veranstaltung geführt.

1.4 Das Engagement in der Aktionswoche sichtbar machen: Das Engagement-Mosaik

1.4 Das Engagement-Mosaik

Das Engagement-Mosaik ist ein Internet-Tool zur Sichtbarmachung der vielen Millionen Engagierten in Deutschland. Engagierte sind herzlich eingeladen, sich mit Namen, Organisation, einem Foto und einem kurzen Text zu ihrem Engagement ins Mosaik einzutragen. So sollen die engagierten Menschen, die sich hinter den vielfältigen freiwilligen Aktionen im gesamten Bundesgebiet verbergen und sich alltäglich engagieren, sichtbar gemacht werden. Der Zugang steht jedem offen. 

Das Programm ist einfach zu bedienen und Sie benötigen lediglich einen Computer oder ein Smartphone mit Kamera und Internet-Zugang

Werden auch Sie Teil des Engagement-Mosaiks und zeigen Sie der Öffentlichkeit, wer die vielen Millionen Engagierten in Deutschland sind! Zum Mosaik

Das Engagement-Mosaik beruht auf einem Internet-Tool, das von der Deutschen Telekom zur Verfügung gestellt und mit Hilfe einer Spende des Unternehmens weiterentwickelt werden konnte.

2. Hinweise und Mitteilungen
2.1 Bundespräsident Gauck würdigt Engagierte zum Tag der Deutschen Einheit

Bundespräsident Joachim Gauck, Schirmherr der Woche des bürgerschaftlichen Engagements, hat  am 4. Oktober 2013 in Berlin 31 Engagierte mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Rede, die er bei diesem Anlass gehalten hat, scheint uns in besonderer Weise beispielhaft für die vielfach geforderte "Anerkennungskultur" für bürgerschaftliches Engagement. Wir dokumentieren sie hier in vollem Umfang.

2.2 Fotoausstellung "Engagement zeigt Gesicht" des "Verbundnetz der Wärme"

Die Wanderausstellung "Engagement zeigt Gesicht" des "Verbundnetzes der Wärme", die am 17. Oktober 2013 in Berlin eröffnet wurde, ist demnächst in Dessau-Rosslau, Cottbus und Jena zu sehen.

Die Ausstellung zeigt in großformatigen Fotos mit begleitenden Zitaten und kurzen Portraits Menschen, die sich aktiv für andere einsetzen und war in Teilen auch schon bei der Auftaktveranstaltung zur 8. Woche des bürgerschaftlichen Engagements 2012 in Berlin zu sehen.

Das Verbundnetz der Wärme ist ein in Deutschland einmaliges Netzwerk, das das gemeinnützige Engagement in Deutschland fördert. Die Initiative wurde von der Leipziger VNG - Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft (VNG) und unter der Schirmherrschaft von Dr. Regine Hildebrandt gegründet. VNG ist eines der führenden europäischen Erdgasversorgungsunternehmen und engagiert sich seit vielen Jahren für Projekte in den Bereichen Bildung, Sport, Kunst, Kultur und Soziales. Schirmherr des "Verbundnetz der Wärme" ist seit August 2002 der frühere Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse. Seit dem Jahr 2012 wird das "Verbundnetz der Wärme" von der VNG-Stiftung getragen. Mittlerweile gehören mehr als 200 Ehrenamtliche dem "Verbundnetz der Wärme" an.

Weitere Informationen: Pressestelle des Verbundnetz der Wärme, 034206 75461, E-Mail / Website

2.3 Parlamente und Engagement: Ausschuss im Berliner Abgeordnetenhaus nimmt die Arbeit auf

Das Berliner Abgeordnetenhaus - das Landesparlament - hatte im Juni 2013 beschlossen, einen Ausschuss für bürgerschaftliches Engagement einzurichten.

Nunmehr hat dieser Ausschuss am 02.September 2013 seine Arbeit aufgenommen.

Aus diesem Anlass haben wir einmal recherchiert: Neben diesem Berliner Ausschuss besteht nur in der Bremischen Bürgerschaft noch ein entsprechender eigenständiger Parlamentsausschuss, der sich dem bürgerschaftlichen Engagement und der Bürgerbeteiligung widmet.

Der Rheinland-Pfälzische Landtag hat zu diesem Thema eine Enquete-Kommission eingesetzt, die sich mit der Erfassung des "Standes der Dinge" und Vorschlägen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement befasst.  - Siehe dazu den Beitrag der Vorsitzenden der Kommission, Pia Schellhammer im Magazin "engagement macht stark!", Heft 2_2013.

Wie der Deutsche Bundestag in der eben begonnenen Legislaturperiode das Thema behandeln wird, muss zunächst noch abgewartet werden. In der abgelaufenen 17. Wahlperiode bestand bekanntlich ein Unterausschuss "Bürgerschaftliches Engagement" (beim Ausschuss Familie, Senioren, Frauen und Jugend). Dessen Vorsitzender, Markus Grübel (CDU/CSU) hatte in einem Interview mit der Zeitschrift "Das Parlament" im August gefordert, das Thema zum Gegenstand eines eigenen Bundestagsausschusses zu machen.

Der neue Bundestag hätte jetzt die Möglichkeit dazu!

Hierzu erklärte Carola Schaaf-Derichs, Mitglied des Sprecherrates des BBE:

"Der Ausschuss Bürgerschaftliches Engagement in Berlin ermöglicht einen neuen strukturellen Blick auf die bestehende Landschaft, sowohl waswichtige Entwicklungsfelder angeht wie Bildung und Bürgerschaftliches Engagement, lokale Bürgerbeteiligung und Partizipation, aber auch die Frage nach einer kommunalen Infrastrukturförderung, wie von Freiwilligenagenturen und Bürgerhäusern oder auf Landesebene die Förderung des Landesnetzwerks Bürgerengagement ist zu stellen.Nicht zuletzt ergibt sich jetzt die Chance, für Berlin eine umfassende und beteiligende Engagementpolitik zu entwerfen, so dass engagierte Bürgerinnen und Bürger künftig weitaus mehr an der Entwicklung der Stadt im Sinne einer "Vorhabenliste" wie z.B. in Heidelberg erprobt mit ihrer Erfahrung und ihrer Perspektive als Partner aktiv dabei sein können. Davon können alle in Berlin nur profitieren."

 

2.4 ... zu guter Letzt: Magazin-Ausgabe 2_2013 fast vergriffen!

Die Herbstausgabe des Magazins "engagement macht stark!" (2_2013) ist schon wieder fast vergriffen, zumal bei der Auftaktveranstaltung zur Aktionswoche mehrere hundert Exemplare verteilt wurden und der Deutsche Wanderverband - mit deren schönen "Wegzeichen" die Bildstrecke des Heftes gestaltet wurde - die Delegierten seiner Jahresversammlung mit dem Heft versorgt hat. Falls Sie sich also noch ein gedrucktes Exemplar sichern möchten, sollten sie rasch bestellen! Ansonsten gibt des das Heft - und auch die früheren Ausgaben, die im Wesentlichen auch vergriffen sind - noch als PDF zum Download von der Website der Aktionswoche.

Hrsg.: Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement
V.i.S.d.P.: PD Dr. Ansgar Klein
Infoletter-Redaktion: Dr. Henning Fülle, Dieter Rehwinkel
Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
BBE Geschäftsstelle gGmbH - Team der Aktionswoche -
Michaelkirchstraße 17/18
10179 Berlin
Tel: +49 (030) 62980 - 120
Fax: +49 (030) 62980 - 9183
E-Mail: aktionswoche@b-b-e.de
www.engagement-macht-stark.de
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