SONDER-INFOLETTER 2015_3: Demokratie und Vielfalt (18. September 2015)

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie erhalten heute den dritten SONDER-INFOLETTER

Demokratie und Vielfalt

anlässlich des Thementages der diesjährigen 11. Woche des bürgerschaftlichen Engagements (11. bis 20. September 2015).

Die SONDER-INFOLETTER bieten Ihnen vertiefende Informationen und Projektbeispiele zu den drei Thementagen der Aktionswoche. Der Thementag DEMOKRATIE UND VIELFALT findet am 18. September 2015  statt. (Bereits am 14.September ist der Sonder-INFOLETTER "BILDUNG UND UNTERNEHMENSENGAGEMENT"  und am 16. September der SONDER-INFOLETTER "INTERNATIONAL ENGAGIERT" erschienen.)

Die Informationspakete enthalten jeweils Interviews mit markanten Positionen zum Thema und stellen Projekte und Veranstaltungen aus der Praxis vor.

Alle SONDER-INFOLETTER werden an die Abonnenten des INFOLETTERS der Woche des bürgerschaftlichen Engagements versandt.

 

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

PD Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer des BBE
Henning Fülle, Redakteur

INHALT

Einleitung
"Engagement für eine starke Gesellschaft" - Rede der Bundesministerin Manuela Schwesig
Fragen an Helga Rohra
Fragen an Günter Reichert, Nürnberger Asylothek
Portraits von Engagement-Projekten zum Thema "Demokratie und Vielfalt"
Veranstaltung "Demokratiestärkung im ländlichen Raum"

Einleitung: Thementag "Demokratie und Vielfalt"

Der Thementag "Demokratie und Vielfalt"

Die Teilhabe an der Gestaltung der Gesellschaft und ihrer Lebensverhältnisse ist ein starkes Motiv für das Engagement Vieler in Deutschland. Forderungen nach mehr Beteiligung an politischen Entscheidungen werden verstärkt vorgebracht. Gleichzeitig erleben wir gesamtgesellschaftlich einen zunehmenden Vertrauensverlust in die repräsentative Demokratie. Mangelndes und sinkendes Vertrauen in Großorganisationen, die z.B. auch Parteien zu spüren bekommen, und eine zurückgehende Beteiligung an Wahlen sind Ausdruck dieser Zweifel. Davon profitieren auch populistische und extremistische politische Strömungen. Als Gegenangebote bedarf es zusätzlicher Möglichkeiten beteiligungsorientierten Engagements, die sich z.B. auch an Migranten, Kinder und Jugendliche richten. Besonders die frühe Teilhabe- und Wirksamkeitserfahrung des eigenen Handelns ist ein zentraler Beitrag zur Prävention gegen extremistische und demokratiefeindliche Tendenzen. Der Thementag Demokratie und Vielfalt greift diese Zusammenhänge auf. Welche Beispiele guter Praxis gibt es? Welche Angebote sprechen Menschen an, die von Teilhabe und Engagement zumeist weiter entfernt sind? Im Fokus des Thementages am 18. September stehen die Möglichkeiten des bürgerschaftlichen Engagements zur Stärkung der Demokratie unter dem Motto eines „Miteinander des Verschiedenen“ im Fokus.

"Engagement für eine starke Gesellschaft" - Rede der Ministerin Manuela Schwesig

Wir dokumentieren hier im Wortlaut die Rede, die Manuela Schwesig,  Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Auftaktveranstaltung der diesjährigen Woche des Engagements am 11. September 2015 im Volkswagen DRIVE-Forum in Berlin gehalten hat:


"Engagement für eine starke Gesellschaft"

Fragen an Helga Rohra, Aktivistin für Demenzkranke

Helga Rohra erhielt vor sieben Jahren die Diagnose Lewy-Body-Demenz. Das Hauptmerkmal dieser Erkrankung ist das langsame Verschwinden von geistigen Fähigkeiten. Seitdem setzt sie sich für ein neues Bild der Demenz in unserer Gesellschaft ein und für Menschen, die unter den Bedingungen einer Demenz ein aktives und selbstbestimmtes Leben führen wollen. Sie will die Zeit nutzen, in der die Nervenzellen noch nicht zu zerstört sind und in der sie bestehende Einschränkungen noch mit Optimismus und ihrem Willen kompensieren kann.

Frage: Frau Rohra, Ihre Biografie weist Sie als demenzkranke „Betroffene“ aus, die sich als Interessenvertreterin in der Öffentlichkeit engagiert. Wie hat sich bei Ihnen der Übergang von der „Selbsthilfe“ zum Engagement für andere vollzogen?

Frage: Welches sind die wichtigsten Ziele ihrer Engagement-Aktivitäten?

Frage: Engagement kann die Gesellschaft besser machen – und das nicht nur für die Betroffenen: Was könnte das im Falle Ihres Engagements für die Sache von Demenzkranken bedeuten?

Frage: Welche Bedeutung hat die Ernennung zur Engagement-Botschafterin für ihre Aktivitäten und ihre Ziele?

Die Antworten finden Sie HIER

Fragen an Günter Reichert, Nürnberger Asylothek

Der Architekt Günter Reichert hat in Nürnberg die bundesweit erste Asylbewerberheim-Bibliothek ehrenamtlich ins Leben gerufen, um den Flüchtlingen ein Mindestbildungangebot zur Verfügung zu stellen. Neben der Vermittlung von Sprache und Bildung soll durch die Vermittlung kultureller und gesellschaftlicher Werte ein konfliktfreies Bewegen in unserer Gesellschaft ermöglicht werden.

Frage: Wie sind Sie auf die Idee für die „Asylothek“ gekommen? Gab es einen konkreten Anlass?

Frage: Wie funktioniert die Asylothek praktisch? Als Leihbibliothek? Und woher bekommen Sie ihre Bestände?

Frage:  Welches Ziel verfolgen Sie mit der Asylothek? Bildung und Deutschkenntnisse, Kultur vermitteln? Oder auch „einfach nur Unterhaltung“?

Frage:  Worin besteht Ihre Rolle heute? Sind Sie Organisator, Propagandist, Spender von Zeit und/oder Geld? Oder auch ein Aktivist, der selbst mit Hand anlegt?

Frage:  Streben Sie an, dieses Projektformat auch zu verbreiten? Wenn ja: Wie machen Sie das?

Die Antworten finden Sie HIER

Portraits von Engagement-Projekten zum Thema "Demokratie und Vielfalt"

Nürnberger Asylothek

Projekt der Woche 12/2015

"Die bisherige Praxis im Asylverfahren sieht keinerlei Bildungsmöglichkeiten vor Bescheidung des Asylantrags vor. Dies ist verlorene Zeit, die Sprache zu erlernen, gesellschaftliche und kulturelle Werte zu erfahren und die Integration zu beschleunigen."

Der Architekt Günter Reichert, Engagementbotschafter 2015, hat in Nürnberg die bundesweit erste Asylbewerberheim-Bibliothek ehrenamtlich ins Leben gerufen.

Kontakt:
Günter Reichert
Asylothek - Kohlenhofstr. 26
90443 Nürnberg
E-Mail

Näheres und Weiteres

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Theater RambaZamba

Projekt der Woche 4/2015

"Theater RambaZamba ist poetisch, politisch, wild und zärtlich. Spielerisch sprengen wir Grenzen und suchen die Differenzen auf künstlerisch hohem Niveau."

Das Ensemble besteht aus 35 Menschen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen, die seit 2008 vollberuflich als Schauspieler arbeiten. Ziel des Theaters RambaZamba und des gleichnamigen Vereins ist es, dass Menschen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen ihr künstlerisches Potential auf vielfältige und selbstbestimmte Weise ausschöpfen können.

Kontakt:
Theater RambaZamba
Schönhauser Allee 36-39
10435 Berlin
Telefon: 030 44049044
E-Mailinfo@theater-Rambazamba.org

Näheres und Weiteres

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Dong Ban Ja

Projekt der Woche 10/2015

"Dong Ban Ja heißt: Menschen begleiten."

Dong Ban JA ist ein interkultureller Hospizdienst und ein Projekt des Humanistischen Verbands Deutschlands, Berlin-Brandenburg e.V. DONG BAN JA stammt aus dem Koreanischen und heißt „Menschen begleiten“.

Kontakt:
Dong Ban Ja
Wallstr. 61-65
10179 Berlin
Telefon: 030 613904 640
E-Mailinfo@dongbanja.de

Näheres und Weiteres

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KOPF, HAND + FUSS

Projekt der Woche 6/2015

"Vielfalt macht die Gesellschaft reich."

Die Initiative KOPF, HAND + FUSS setzt sich aktiv dafür ein, dass jedes Anderssein akzeptiert und geschätzt wird, dass sich Menschen mit und ohne Behinderung oder Benachteiligung verstehen, respektieren und inklusiv unterstützen.

Kontakt:
​​KOPF, HAND + FUSS gGmbH
Ludwigkirchstraße 2
10719 Berlin
Telefon: 030 / 8 321 66 40
Fax: 030 / 8 321 66 41
E-Mail

Näheres und Weiteres

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Veranstaltung zum Thementag - "Demokratiestärkung im ländlichen Raum"

Europäischer Fachworkshop zur Demokratiestärkung im ländlichen Raum

Was stellt die Zivilgesellschaft angesichts aktueller Herausforderungen rechtsextremistischen und -populistischen Positionen entgegen? Wie lässt sich bürgerschaftliches Engagement für ein solidarisches Miteinander im ländlichen Raum stärken? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Europäischen Fachworkshops zur Demokratiestärkung im ländlichen Raum. Konzeptionelle Ansätze und Praxisbeispiele aus anderen europäischen Ländern und der EU-Ebene werden für ihre Übertragbarkeit nach Deutschland ausgewertet. Der Fachworkshop findet im Rahmen der bundeszentralen Trägerschaft des BBE im Programm »Demokratie leben!« statt.

Programm

NB: Der ursprünglich für den Thementag am 18. September 2015 vorgesehene Workshop wurde auf Montag, den 2. November 2015 verschoben!

Weitere Infos erhalten Sie von Mirko Schwärzel

Hrsg.: Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement
V.i.S.d.P.: PD Dr. Ansgar Klein
Infoletter-Redaktion: Dr. Henning Fülle, Dieter Rehwinkel
Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
BBE Geschäftsstelle gGmbH - Team der Aktionswoche -
Michaelkirchstraße 17/18
10179 Berlin
Tel: +49 (030) 62980 - 120
Fax: +49 (030) 62980 - 9183
E-Mail: aktionswoche@b-b-e.de
www.engagement-macht-stark.de
www.b-b-e.de

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