Das Projekt „Radeln ohne Alter“ bringt Menschen an die frische Luft. Mit einer Rikscha fahren Freiwillige, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung spazieren. Das macht Freude – und hilft gegen Einsamkeit.
„In jedem Alter kann und sollte das Leben noch voller Glück und Zufriedenheit sein,“ sagt Natalie Chirchietti, Geschäftsführerin von Radeln ohne Alter. „Dafür setzen wir uns von Radeln ohne Alter ein.“ Im Verein fahren Ehrenamtliche in ganz Deutschland Senior*innen und Menschen mit Behinderung mit einem Rikscha-Fahrrad spazieren. Sie fahren durchs Dorf, in nahegelegene Parks, an Auen und Flüssen entlang.
Jede Rikscha-Fahrt ist für die Fahrgäste und Fahrer*innen, sogenannte Pilot*innen, ein kleines Abenteuer. Die Fahrgäste sehen, was in ihrem Ort los ist, erinnern sich an Erlebtes oder genießen einfach den Wind in den Haaren. Die Pilot*innen bewegen sich und schenken ihren Fahrgästen eine schöne gemeinsame Zeit. „Die Landschaft, die man genießen kann, ist wunderschön“, sagt Waltraud Rüttgers, eine Seniorin aus Bonn. „Ich lerne die Gegend kennen, kann die Natur und die frische Luft genießen – das ist immer wieder ein Erlebnis.“
Mit dem Fahrrad zurück an die frische Luft
Viele ältere Menschen können nicht mehr gut laufen. Durch die eingeschränkte Mobilität sind sie oft isoliert oder trauen sich nur mit Hilfe aus dem Haus. „Hier hilft das Projekt Radeln ohne Alter,“ sagt Natalie Chirchietti. „Die freiwillig Engagierten fahren die Menschen nicht nur spazieren. Sie reden miteinander, erinnern sich an alte Geschichten und haben eine gute Zeit miteinander.“ Außerdem passen in eine Rikscha immer zwei Fahrgäste. So können die Senior*innen auf der Fahrt auch Nachbar*innen oder Menschen aus dem Ort kennenlernen.
Auch die Fahrer*innen erleben schöne Momente. „Die Freude, die ich den Menschen schenken kann, macht auch mich glücklich,“ sagt Maresa Welker. „Wenn die Fahrgäste lachen, sich über die Natur freuen oder mir etwas von früher erzählen, dann habe ich einfach eine gute Zeit.“ Dabei müssen die Rikscha-Fahrer*innen auch nicht übermäßig sportlich sein, denn die Rikschas sind E-Fahrräder. Das heißt, dass ein Elektromotor sie dabei unterstützt, wenn sie in die Pedale treten.
Von Kopenhagen in die ganze Welt
Das Projekt „Cycling Without Age“ wurde im Jahr 2012 in Kopenhagen gegründet und hat sich seitdem auf der ganzen Welt verbreitet. In Deutschland gibt es Radeln ohne Alter schon an mehr als 160 Orten. Die Gruppen vor Ort arbeiten mit Senioreneinrichtungen, Nachbarschaftshilfen, Kommunen zusammen. Die Rikschas werden oft durch Spenden finanziert. Die Fahrten sind für die Gäste kostenlos.
Jeder Mensch hat ein Recht auf Wind in den Haaren.
Radeln ohne Alter zeigt: Es braucht nicht viel, um etwas zu verändern. Nur etwas Zeit, ein Lächeln – und ein Rikscha-Fahrrad.
Die Ausflüge machen Mut. Sie bringen Freude. Und sie helfen gegen Einsamkeit. Für viele ist jede Fahrt ein kleines Abenteuer. Und manchmal machen sie sogar aus Unbekannten Freunde.
Natalie Chirchietti
Radeln ohne Alter Deutschland e. V.
Kontaktdaten
Radeln ohne Alter Deutschland e. V.
Am Hofgarten 12, 53113 Bonn
+49 (0) 228 84256779
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