PROJEKT DER WOCHE
Die Bananenflankenliga
In ganz Deutschland gibt es Vereine, die Kindern und Jugendlichen Fußballtraining und Liga-Spiele bieten. Junge Menschen mit geistiger Beeinträchtigung hatten nichts – bis Engagierte die Bananenflankenliga (BFL) gründeten.
Fußball kennt keine Grenzen
„Fußball ist die Sportart in Deutschland,“ sagt Christian Oparaugo, Vorstandsvorsitzender der Bananenflankenliga e. V. „Und Kinder mit geistiger Beeinträchtigung wollen Fußball spielen. Genauso, wie alle anderen auch.“ Weil sie aber in regulären Vereinen keine Chance dazu bekommen haben, riefen zwei Heilerziehungspfleger vor mehr als einem Jahrzehnt den ersten Team Bananenflanke Standort in Regensburg ins Leben, woraufhin etwas später der nationale Verband, die Bananenflankenliga, gegründet wurde.
Der Fußballverband hat aktuell 25 Standorte, zum Beispiel in Trier, Memmingen oder Köln. An den Standorten trainieren die jungen Menschen unter professionellen Bedingungen: mit eigenen Trikots, Spiel- und Trainingstagen, Trainingslagern, Turnieren und Pokalen. Für das Training gibt es feste Trainer*innen, die den Kindern und Jugendlichen Flanken, Pässe und Teamgeist beibringen.
„Beim Training entstehen Freundschaften und unvergessliche Momente“, ergänzen Marina Spielmann und Sören Köhler, die stellvertretenden Vorsitzenden der Liga. „Die Kinder und Jugendlichen trainieren, lernen und lachen gemeinsam. Das schafft echte Gemeinschaft – auf und neben dem Platz.“ Ein Tag, auf den sich viele Kinder besonders freuen, ist der Bananenflankenliga-Cup. Teams aus ganz Deutschland reisen für den Cup an und spielen um den nationalen Pokal.
Der Mensch steht im Mittelpunkt
Die BFL wurde gegründet, um Menschen mit geistiger Beeinträchtigung eine Plattform zu geben, auf der sie wertgeschätzt, gesehen und gefördert werden – sportlich wie persönlich. Deswegen spielen die Teams auch auf öffentlichen Plätzen, in sogenannten Soccer Courts. „Denn unser Ziel ist klar,“ sagt Philipp Schröder, Schatzmeister der BFL. „Wir bringen unsere Fußball-Profis dorthin, wo sie hingehören – in die Mitte der Gesellschaft.“ Jeder Vereins-Standort arbeitet eng mit lokalen Partner*innen, Schulen und Einrichtungen zusammen. Der Fokus liegt auf Freude, Teilhabe und Entwicklung – nicht auf nur Leistung um jeden Preis.
Die Bananenflankenliga ist heute weit mehr als nur eine Fußballliga. Sie ist ein Netzwerk, ein Zuhause, ein Zukunftsprojekt. Eltern, Betreuer*innen und Pädagog*innen berichten von gestärktem Selbstvertrauen, verbesserten sozialen Fähigkeiten und einer ganz neuen Lebensfreude bei den jungen Fußallspieler*innen.
Wer einmal ein Spiel der Bananenflankenliga miterlebt hat, wird schnell verstehen: Hier geht es um mehr als Fußball. Es geht um Chancen, um Begeisterung, um echte Gänsehautmomente.
Engagement macht stark, weil ...
es genau wie Fußball keine Grenzen kennt.









