PROJEKT DER WOCHE
Bergwaldprojekt e.V. Projekte der Woche 2026
Bäume pflanzen, Moore schützen und Bäche wieder naturnah machen: Dafür engagieren sich die Freiwilligen beim Bergwaldprojekt. So setzen sie sich für den Erhalt der Lebensgrundlagen ein.
Viele Ökosysteme sind heute bedroht. Dazu gehören Wälder, Moore Offenlandflächen und Gewässer. Das Bergwaldprojekt setzt sich seit mehr als 35 Jahren für ihren Schutz und ihre Wiederherstellung ein.
Beim Bergwaldprojekt engagieren sich Menschen für Trinkwasser, Boden, Klima, Biodiversität, Landschaftskühlung und vieles mehr. „Wir unterstützen Wälder dabei, sich wieder natürlich zu entwickeln“, sagt Lena Gärtner vom Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
Die Freiwilligen pflanzen Bäume, pflegen Wälder oder legen Teiche für Frösche und Kröten frei. Außerdem sorgen sie dafür, dass das Wasser wieder in trockengelegten Mooren bleibt. Auch Lebensräume seltener Tier- und Pflanzenarten werden erhalten. Zäune und Gatter schützen junge Bäume davor, verbissen zu werden.
Seit der Gründung des Vereins haben sich 50.000 Freiwillige beteiligt, und es wurden mehr als 6 Millionen Bäume gepflanzt. Außerdem wurden zahlreiche Moore wiedervernässt und Wälder und Biotope gepflegt.
„Wer sich bei uns engagiert, erlebt die Schönheit der Natur und setzt sich aktiv für unsere Lebensgrundlagen ein“, sagt Lena Gärtner. Die Teilnehmenden lernen viel über die Zusammenhänge in der Natur und einen achtsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen.
Freiwilliges Engagement als Wocheneinsatz
Auf der Webseite können Interessierte nach Projekten, Orten und Zeiträumen suchen. Die meisten Einsätze dauern eine Woche.
Im September können Freiwillige zum Beispiel im Thüringer Wald Entwässerungsgräben in Mooren verbauen, bei Ueckermünde Waldränder an der Ostsee pflegen oder in Rheinhessen standortheimische Bäume fördern.
Unterkunft, Verpflegung und Werkzeuge stellt der Verein kostenlos zur Verfügung. Die Unterkünfte sind oft einfache Forsthütten, Ferienlager oder Zeltplätze.
Förster*innen, Landschaftsökolog*innen und ehrenamtliche Gruppenleiter*innen begleiten die Projekte, weisen in die Arbeiten ein und geben kleine naturschutzfachliche Inputs und Vorträge. Das Bergwaldprojekt-Küchenteam kocht vegetarisch oder vegan, möglichst bio, regional und saisonal.
Angebote für viele verschiedene Menschen
Beim Bergwaldprojekt können alle mitmachen, auch ohne Vorkenntnisse. Es gibt Projektwochen für Erwachsene, junge Menschen, Familien, Frauen und Unternehmen. Auch integrative Projekte und Angebote für Schulen und Jugendhilfe-Einrichtungen gehören dazu.
Alle Einsätze werden gemeinsam mit Forst- und Nationalparkbehörden geplant. Der Verein führt nur Maßnahmen durch, die ökologisch sinnvoll sind.
In diesem Jahr organisiert das Bergwaldprojekt etwa 170 Projektwochen mit rund 5.000 Freiwilligen an mehr als 90 Orten in Deutschland. Zusätzlich gibt es einzelne Pflanz oder Pflege-Tage im Frühjahr und Herbst.
Der Verein finanziert seine Arbeit zum großen Teil aus Spenden. Für seinen langjährigen Einsatz wurde das Bergwaldprojekt vom Bundesamt für Naturschutz als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet.
Das Bergwaldprojekt lädt Menschen dazu ein, sich für Natur und Ökosysteme zu engagieren und gemeinsam Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.
Engagement macht stark, weil ...
es Menschen verbindet, Selbstvertrauen fördert und gemeinsam echte Veränderungen möglich macht.













