PROJEKT DER WOCHE

Seawatch e.V.

Der Verein Sea-Watch e.V. ist das Ergebnis einer privaten Initiative, die sich der zivilen Seenotrettung von Flüchtenden auf See verschrieben hat. Seit dem 19. Mai 2015 gibt es den Verein Sea-Watch e.V., der als Rechtsträger die Arbeit verantwortet.

Der Verein Sea-Watch e.V. ist das Ergebnis einer privaten Initiative, die sich der zivilen Seenotrettung von Flüchtenden auf See verschrieben hat. Seit dem 19. Mai 2015 gibt es den Verein Sea-Watch e.V., der als Rechtsträger die Arbeit verantwortet.


Angesichts der sich seit Jahren verschärfenden humanitären Katastrophe mit tausenden von Toten im Mittelmeer entstand 2014 die Idee für das Projekt Sea-Watch. Im Frühjahr 2015 wurde ein alter Fischkutter gekauft und für den Einsatz zur Seenotrettung vor der libyschen Küste umgebaut. Im November 2015 folgte die Erweiterung des Einsatzes auf die Ägäis-Insel Lesbos. Im Dezember 2015 wurde mit Spendengeldern ein größeres und besser geeignetes Schiff für den Einsatz im zentralen Mittelmeer vor Libyen gekauft, um die Mission im zentralen Mittelmeer von Malta aus wieder aufzunehmen.
Mithilfe von vielen Spenden und zahlreichen ehrenamtlichen Aktivist*innen, die das Projekt in Deutschland aufbauten oder sich als Crewmitglieder im Mittelmeer auf einem unserer Einsätze engagierten, konnten seit Juni 2015 tausende Menschen vor dem Ertrinken gerettet werden.
Kernforderung der Arbeit von Sea-Watch e.V. ist das Etablieren von legalen und sicheren Fluchtwegen nach Europa, um das Sterben auf dem Mittelmeer endlich zu beenden. Seit der Entstehung von Sea-Watch sind viele engagierte Freiwillige aus ganz Deutschland eng an der Projekt-Organisation und Umsetzung beteiligt. Dazu gehören u.a. Kapitän*innen, Ärzt*innen, Mechaniker*innen, Anwält*innen, Sozialarbeiter*innen, Journalist*innen, Übersetzer*innen und Berater*innen aus verschiedenen Bereichen. Engagieren kann man sich als Crewmitglied auf einem Boot/Schiff sowie an verschiedensten Aktionen wie dem Umbau der Schiffe oder Soli-Veranstaltungen.
Ziel der Initiative ist es, Menschenleben zu retten. Mit begrenzten Mitteln wird man nicht verhindern können, dass weiterhin Flüchtlinge im Mittelmeer sterben. Aber jedes einzelne durch die Initiative gerettete Leben ist ein Sieg und ein Zeichen der Menschlichkeit. Es soll Öffentlichkeit hergestellt werden, denn Sea-Watch ist im zentralen Mittelmeer und in der Ägäis vor Ort und rückt durch die Übertragung und Veröffentlichung von Berichten, Bild- und Videomaterial das Schicksal der flüchtenden Menschen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die deutsche Bevölkerung soll für die Geschehnisse sensibilisiert werden und Druck auf die politisch verantwortlichen Entscheidungsträger ausüben. Es sollen auch Nachahmer*innen gesucht werden. Es gibt viele Möglichkeiten, tätig zu werden. Sea-Watch will mit ihren Aktionen andere Menschen ermutigen, selbst zu handeln.