Unter dem Motto „Miteinander Zukunft gestalten“ hatte das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) in diesem Jahr zehn Tage lang die Vielfalt freiwilligen Engagements in Deutschland gezeigt. Rund 22.000 Aktionen wurden während der Woche durchgeführt bzw. angemeldet. Der World Cleanup Day setzte am letzten Tag noch einmal einen besonderen Akzent: Hier wurde unmittelbar sichtbar, wie Menschen ihr Umfeld selbst in die Hand nehmen und Verantwortung für ihre Stadt und ihre Umwelt übernehmen. 
 

Bonn als deutsche Fokusstadt

Dass der World Cleanup Day 2026 in Bonn stattfand, war besonders: Die Stadt war in diesem Jahr deutsche Fokusstadt des Aktionstags und feiert zugleich 30 Jahre als UN-Stadt. Sieben Cleanup-Hubs verteilten sich über das Bonner Stadtgebiet. Von dort aus machten sich die Teilnehmenden auf, um Straßen, Grünflächen und weitere öffentliche Räume von achtlos weggeworfenem Müll zu befreien. Insgesamt kamen dabei nach Angaben des World Cleanup Day mehr als eine Tonne Abfall zusammen.

Der Regen konnte die Beteiligung dabei nicht verhindern. Rund 600 Menschen waren an den sieben Standorten dabei. Der gemeinsame Aktionstag zeigte damit sehr konkret, was bürgerschaftliches Engagement ausmacht: Menschen bringen ihre Zeit und ihre Energie ein, tun sich zusammen und werden dort aktiv, wo sie selbst etwas verändern möchten. 
 

Das BBE beim World Cleanup Day

Für das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement war der World Cleanup Day mehr als ein weiterer Termin im Kalender. Er war der sichtbare Abschluss der Woche des bürgerschaftlichen Engagements und damit ein passender Ort, um die Verbindung von freiwilligem Engagement und konkretem Handeln vor Ort zu zeigen.

Seit 2023 ist der World Cleanup Day Partner der Kampagne „Engagement macht stark!“. In Bonn wurde diese Partnerschaft in diesem Jahr besonders sichtbar. Das BBE war mit einem eigenen Stand auf dem Opernvorplatz vertreten und beteiligte sich am gemeinsamen Abschlussprogramm.

In ihrem Grußwort betonte BBE-Geschäftsführerin Dr. Lilian Schwalb, dass Zukunftsgestaltung häufig ganz unmittelbar beginnt: vor der eigenen Haustür, im eigenen Viertel und in der eigenen Stadt. Der World Cleanup Day mache genau das deutlich. Menschen warten nicht darauf, dass andere etwas tun, sondern werden selbst aktiv.

Dabei ging es für das BBE ausdrücklich nicht nur um die Menge des gesammelten Mülls. Im Mittelpunkt stand das Engagement der Menschen, die ihre Zeit investieren, Verantwortung übernehmen und sich über den einzelnen Aktionstag hinaus für ihre Stadt und ihre Umwelt einsetzen. 
 

Engagement, das bleibt

Ein besonderer Höhepunkt des Tages war deshalb die Verleihung des World Cleanup Day Award, den das BBE gemeinsam mit Let’s Do It Germany vergab. Ausgezeichnet wurde das ehrenamtliche Engagement hinter den sieben Bonner Cleanup-Hubs und damit ausdrücklich nicht allein das Ergebnis der Sammelaktion an diesem Tag.

Der Award würdigte die Menschen, die sich langfristig engagieren, Aktionen organisieren und andere zum Mitmachen bewegen. Überreicht wurde die Auszeichnung von Dr. Lilian Schwalb und Holger Holland, Initiator des World Cleanup Day Germany.

Für das BBE schloss sich damit ein Kreis: Die Woche des bürgerschaftlichen Engagements zeigt jedes Jahr, wie vielfältig Menschen in Deutschland aktiv sind. Der World Cleanup Day zeigte am Beispiel Bonn, wie dieses Engagement ganz konkret aussehen kann – gemeinsam, vor Ort und mit Wirkung über den einzelnen Tag hinaus.

„Miteinander Zukunft gestalten“ war damit nicht nur das Motto der Woche, sondern wurde in Bonn praktisch erfahrbar: Menschen haben angepackt, Verantwortung übernommen und gemeinsam etwas für ihre Stadt getan.