Im Hintergund ist in dunkelbraun gehalten eine Backstein-Mauer. Darauf ist eine Licht-Installation. In weißer Leucht-Schrift steht "Don´t quit". Blaues Licht streicht n´t und qu durch. Daraus ergibt sich "do it" mit der weißen Leuchtschrift.

Do not quit (c) shutterstock

Mit dem Schwerpunkt »Engagement und Inklusion« wollten wir auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen. Unser Ziel war es, auch die Kampagne »Engagement macht stark!« möglichst inklusiv zu gestalten. Damit möglichst alle Menschen ganz selbstverständlich überall dabei sein können: Egal ob jemand eine Behinderung hat, eine bestimmte Hautfarbe oder Religion. Dafür machen wir uns stark!

Was haben wir bis jetzt erreicht?

Wir wollen mit der Kampagne »Engagement macht stark!« noch mehr Menschen erreichen und verständlicher werden. Dafür haben wir uns Unterstützung geholt. Gemeinsam mit Expert*innen für Inklusion haben wir herausgefunden, welche sichtbaren und unsichtbaren Barrieren es bei der Kampagne »Engagement macht stark!« gibt. Die Expert*innen haben uns beraten, was wir noch besser machen können.

Zum Beispiel haben wir angefangen, unsere Veröffentlichungen wie Flyer, Plakate, Infoletter und auch die Beiträge in den Sozialen Medien barrierearm zu gestalten. Wir benutzen seit diesem Jahr so genannte Alternativ-Texte für Bilder. Mit diesen Alternativ-Texten können auch blinde oder sehbehinderte Menschen erfahren, was auf den Fotos zu sehen ist.

Alle Texte für unsere Internetseite, den Infoletter und die Sozialen Medien schreiben wir seit diesem Jahr in möglichst einfacher, verständlicher Sprache. Für die Einfache Sprache haben wir Fortbildungen gemacht und uns dazu Unterstützung vom Büro für einfache Sprache Bonn geholt. Diese Unterstützung konnten wir dank einer Kooperation mit der Aktion Mensch umsetzen.

Auch unsere Internetseite soll für noch mehr Menschen erreichbar sein. Dafür haben wir die Expert*innen von den Sozialheld*innen e.V. prüfen lassen, welche Barrieren es gibt. Wir müssen zum Beispiel die Kontraste verbessern. Außerdem sollten alle Elemente der Seite, wie zum Beispiel Menü-Punkte, Verlinkungen und Formular-Felder, mit Hilfe der Tastatur-Steuerung erreichbar sein. Auch eine sinnvolle Struktur von der größten Überschrift über Zwischen-Überschriften bis zu den Texten ist notwendig. Sonst können zum Beispiel Programme, die den Bildschirm vorlesen, den Text nicht in der richtigen Reihenfolge vorlesen.

Bei der Planung und Durchführung der digitalen Auftakt-Veranstaltung für die Woche des bürgerschaftlichen Engagements haben wir darauf geachtet, möglichst viele Barrieren zu vermeiden. Die Internetseite für den Live-Stream haben wir neu geplant. Dabei haben wir besonders auf gute Kontraste und eine sinnvolle Struktur geachtet. Schrift- und Gebärdensprach-Dolmetschung und eine barrierefreie Version der Veranstaltungsseite ermöglichten die Teilnahme für viele Menschen. Auch bei der Auswahl der Gäste, zum Beispiel für Gespräche auf der Bühne, achten wir schon länger auf Diversität. Damit ist gemeint, dass uns möglichst vielfältige Meinungen von den verschiedensten Menschen wichtig sind.

Philipp Hill wurde während der Auftakt-Veranstaltung am 10. September 2021 zum Botschafter für »Engagement und Inklusion« ernannt. Die Themen Behinderung, Barrierefreiheit und Queer-Feminismus sind Philipp Hill dabei besonders wichtig. Selbst sehbehindert möchte er mit seinem Engagement erreichen, dass sich mehr Menschen mit Behinderung engagieren können. Philipp Hill ist seit seiner Ernennung zum Engagement-Botschafter während der Auftakt-Veranstaltung am 10. September schon zu vielen Veranstaltungen eingeladen worden. Er gibt auch regelmäßig Workshops zum Thema Inklusion.

Und für die Zukunft?

Für uns war es wichtig anzufangen. Weil es für uns viel zu tun gab, haben wir erstmal mit den Dingen angefangen, die wir gut selber verändern können. Ganz leicht ist es zum Beispiel, alternative Texte für Bilder zu erstellen für die Internetseite, aber auch in den Sozialen Medien. Mit einfacher Sprache muss man sich beschäftigen und kann dann beginnen einfachere Texte zu schreiben. Die Schrift- und Gebärdensprach-Dolmetschung müssen wir zukünftig beim Budget einplanen. Viele Barrieren auf der Internetseite müssen wir von Expert*innen beheben lassen. Wichtig ist aber vor allem: wir haben uns auf den Weg gemacht! Und wir setzen den Weg auch im nächsten Jahr fort. Denn nur so können wir mehr Menschen erreichen und auch mehr Menschen für das Thema Inklusion sensibilisieren.

Sie wollen auch inklusiver werden? Dann fangen Sie in kleinen Schritten an – so wie wir. Damit werden Sie mit der Zeit mehr Menschen erreichen. Sie haben noch Ideen, wie was wir besser machen können? Dann melden Sie sich gerne bei uns. Gemeinsam können wir immer mehr Barrieren abbauen.