Botschafter Call 2026
Engagement-Botschafter „Aktiv gegen Einsamkeit”

„Engagement macht stark, weil man nicht nur anderen hilft, sondern auch selbst daran wächst.”

Einsamkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung mit weitreichenden Auswirkungen. Laut dem Einsamkeitsbarometer 2024 des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) trifft Einsamkeit Personen in allen Altersgruppen und verschiedenen Lebenssituationen: Sie belastet alte wie junge Menschen, solche, die von Armut betroffen sind oder Care-Arbeit leisten, sowie Menschen mit Behinderung oder mit Flucht- und Migrationserfahrung.

Bürgerschaftliches Engagement durchbricht diese Einsamkeitsspirale. Es entwickelt Strukturen, die Menschen miteinander verbinden, und schafft Räume als Orte der Begegnung. Ob in Vereinen, Initiativen, Nachbarschaftshilfen, Bürgerstiftungen oder Integrationsprojekten: Engagement trägt in vielfältigen Formen dazu bei, Einsamkeit vorzubeugen und die Folgen zu lindern. 

Die Kampagne lädt alle, die soziale Verbindungen stärken und durch aktive Teilhabe Netzwerke gegen Vereinsamung und Isolation schaffen,  zum Mitmachen ein.

Vier Personen sitzen und stehen um einen Tisch und erarbeiten etwas gemeinsam.

Gemeinsam gegen Einsamkeit – für mehr Begegnung in der Nachbarschaft

Am 15. September haben wir im KiezLab in Berlin-Friedrichshain unser Community Event „Gemeinsam gegen Einsamkeit – für mehr Begegnung in der Nachbarschaft“ gefeiert – ein gemeinsames Projekt der Kampagne „Engagement macht stark!“ des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE) und der nebenan.de Stiftung. Gemeinsam haben wir erlebt, wie viel Kraft entsteht, wenn Menschen ihre Ideen, ihre Geschichten und ihre Energie zusammentragen.

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Fünf Personen sitzen auf einer Bühne und sprechen miteinander.

ConnectNow – gemeinsam nicht einsam

Am 19. September haben wir im Hamburger Betahaus Einsamkeit junger Menschen in den Blick genommen. Das Community Event „ConnectNow – gemeinsam nicht einsam“ ist ein gemeinsames Projekt der Kampagne „Engagement macht stark!“ des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE), der Bertelsmann Stiftung und der Bürgerstiftung Hamburg. ConnectNow hat gezeigt, wie Musik, Kunst, persönliche Geschichten und konkrete Engagementangebote ein starkes Signal gegen Einsamkeit setzen kann.

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Einsamkeit besser verstehen lernen

Einsamkeit hat viele Gesichter. Situationen, Lebensphasen und Umstände – ob als Kind, Erwachsener, junger oder älterer Mensch – können dazu führen, dass wir uns einsam fühlen. Als Gesellschaft sollten wir Einsamkeit enttabuisieren, sie als Teil des Lebens anerkennen – und uns dort gegenseitig unterstützen, wo Nähe und Verbindung gewünscht werden.

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Bunte Buchstaben ergeben "Gemeinsam spielen". Rechts oben sind zwei Würfel

Das Tabu brechen – Einsamkeit thematisieren

Die Scham der Einsamkeit 

Es fällt schwer darüber zu sprechen: Einsamkeit ist der stille Begleiter von Millionen Menschen in Deutschland. Punktuell muss Einsamkeit kein schwerwiegendes Problem werden. Sie ist dann vielmehr ein Indikator, dass „Durst“ nach sozialem Austausch und Verbindung besteht. Bei Durst greifen die allermeisten Menschen nach einem Glas Wasser. Bei punktuellen Einsamkeitsgefühlen ist die Möglichkeit nach Austausch und Verbindung der Durstlöscher. Wenn Einsamkeit chronisch wird, kann sie jedoch körperliche oder mentale Folgen haben. Dann wird Einsamkeit zum echten Problem. 

Einsam sind in Deutschland Menschen aller Altersgruppen und in verschiedenen Lebenslagen. Besonders betroffen sind Menschen mit Diskriminierungserfahrungen oder mit Sorgeverantwortung. Einsam sein kann man alleine oder in Gesellschaft sein – sie hat viele individuelle Gesichter. 

Deswegen ist als zentrales Ziel der Strategie der Bundesregierung gegen Einsamkeit Sensibilisierung gesetzt. Wer über das Gefühl der Einsamkeit spricht, hat den ersten Schritt getan. Denn oftmals gibt es in der Nähe Angebote, um mit Menschen in Kontakt zu kommen. Das zeigt auch die Angebotslandkarte des Kompetenznetzes Einsamkeit: https://kompetenznetz-einsamkeit.de/angebotslandkarte
 

Gemeinsam oder einsam? 

Die Herausforderung bei der Gestaltung von Angeboten ist es, einerseits klar und deutlich zu machen: Einsamkeit ist hier nichts, wofür man sich schämen muss. Andererseits sollen auch die erreicht werden, die Hemmungen haben über ihre eigene Einsamkeit zu sprechen. Es ist eine Abwägungssache. 

Als Gesamtgesellschaft haben wir die Verantwortung Einsamkeit nicht zu verschweigen. Denn sie ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und hat mitunter Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie. Nur wenn Einsamkeit benannt wird, kann es Aufmerksamkeit und damit auch Lösungen geben.  

Jedoch sollten Angebote den verbindenden Charakter in den Vordergrund rücken und damit diejenigen ansprechen, die noch nicht offen über ihre Einsamkeitsgefühle reden möchten. Viele Angebote wirken auch vorbeugend und sollten möglichst inklusiv sein. Das Ziel ist, dass möglichst viele Menschen gar nicht erst einsam werden.
 

Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ 

Die Aktionswoche des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend findet in 2025 vom 26. Mai bis 1. Juni statt. Sie bietet Gelegenheit, Einsamkeit als gesellschaftliches Thema aufzugreifen und damit das Tabu zu brechen. Eröffnet wird die Woche mit einer gemeinsamen Konferenz des Bundesfamilienministeriums mit dem Kompetenznetz Einsamkeit am 26. Mai, bei der u. a. Einsamkeit und Care-Arbeit Thema sein wird: https://kompetenznetz-einsamkeit.de/4-kne-konferenz-gemeinsam-aus-der-einsamkeit  

Außerdem werden bundesweit Initiativen, Vereine und Organisationen aufgerufen, die Woche zum Anlass zu nehmen, ihre Angebote zu verbreiten und Menschen zu erreichen: in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam Spielen“. Denn ob Spielenachmittag, Tischtennisrunde oder Turnierabend: Spielen fördert den Austausch und bietet Gelegenheit niedrigschwellig zusammenzukommen. 

In den letzten Jahren konnten Aktionen rund um die Themen „Gemeinsam Singen“, „Gemeinsam Kaffee trinken“ oder „Gemeinsam Musizieren“ Menschen begeistern.  

Alle Informationen zur Aktionswoche, inklusive Kommunikationskoffer, finden sich unter: https://kompetenznetz-einsamkeit.de/aktionswoche
 

Gemeinsam geht’s besser! 

Klar ist: Es muss darum gehen, Einsamkeit vorzubeugen und zu lindern. Es bestehen bereits viele Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen und daraus echte Verbindungen entstehen zu lassen. Manchmal braucht es einen Anlass, diese in Anspruch zu nehmen. Diesen soll die Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ bieten. 

Machen Sie mit! Auch Angebote jenseits des vorgeschlagenen Mottos sind gerne gesehen. Jeder Schritt zählt, denn: Gemeinsam geht’s besser!
 

Literaturnachweise 

 

Autorinnen

Theresa Adams und Dr. Herlind Megges sind Referentinnen im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend 

Kontakt:

 

Du fühlst dich einsam?

Hilfs- und Beratungsangebote gegen Einsamkeit

TelefonSeelsorge Deutschland e. V.

Die TelefonSeelsorge bietet allen Ratsuchenden bei Problemen und Krisen in jeder Lebensphase ein offenes Ohr.
☎️ 0800-111 0 1110800-111 0 222 oder 116 123
Mail oder Chat unter online.telefonseelsorge.de
 

Nummer gegen Kummer

☎️ Für Kinder und Jugendliche 116 111 von Montag bis Samstag14–20 Uhr
☎️ Für Eltern 0800 1110 550 von Montag bis Freitag9–17 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag bis 19 Uhr 
Weitere Infos unter: www.nummergegenkummer.de
 

Silbernetz e. V.

☎️ Für Menschen ab 60 Jahren täglich 8–22 Uhr unter 0800 4 70 80 90
Für einen tiefergehenden telefonischen Kontakt gibt es die Silbernetz-Freundschaft: interessierte Senior*innen werden mit Ehrenamtlichen vernetzt, die dann einmal pro Woche für ein persönliches Telefongespräch anrufen.
Weitere Infos unter: www.silbernetz.de
 

Plaudernetz

☎️ Für alle Menschen ab 18 Jahren, die einfach mal plaudern wollen, täglich 10–22 Uhr unter 0800 330 1111
Weitere Infos unter: https://plaudernetz.malteser.de/
 

Weitere Angebote findest du beim Kompetenznetz Einsamkeit.

Bunte Buchstaben ergeben "Gemeinsam spielen". Rechts oben sind zwei Würfel

Das Tabu brechen – Einsamkeit thematisieren

Die Scham der Einsamkeit 

Es fällt schwer darüber zu sprechen: Einsamkeit ist der stille Begleiter von Millionen Menschen in Deutschland. Punktuell muss Einsamkeit kein schwerwiegendes Problem werden. Sie ist dann vielmehr ein Indikator, dass „Durst“ nach sozialem Austausch und Verbindung besteht. Bei Durst greifen die allermeisten Menschen nach einem Glas Wasser. Bei punktuellen Einsamkeitsgefühlen ist die Möglichkeit nach Austausch und Verbindung der Durstlöscher. Wenn Einsamkeit chronisch wird, kann sie jedoch körperliche oder mentale Folgen haben. Dann wird Einsamkeit zum echten Problem. 

Einsam sind in Deutschland Menschen aller Altersgruppen und in verschiedenen Lebenslagen. Besonders betroffen sind Menschen mit Diskriminierungserfahrungen oder mit Sorgeverantwortung. Einsam sein kann man alleine oder in Gesellschaft sein – sie hat viele individuelle Gesichter. 

Deswegen ist als zentrales Ziel der Strategie der Bundesregierung gegen Einsamkeit Sensibilisierung gesetzt. Wer über das Gefühl der Einsamkeit spricht, hat den ersten Schritt getan. Denn oftmals gibt es in der Nähe Angebote, um mit Menschen in Kontakt zu kommen. Das zeigt auch die Angebotslandkarte des Kompetenznetzes Einsamkeit: https://kompetenznetz-einsamkeit.de/angebotslandkarte
 

Gemeinsam oder einsam? 

Die Herausforderung bei der Gestaltung von Angeboten ist es, einerseits klar und deutlich zu machen: Einsamkeit ist hier nichts, wofür man sich schämen muss. Andererseits sollen auch die erreicht werden, die Hemmungen haben über ihre eigene Einsamkeit zu sprechen. Es ist eine Abwägungssache. 

Als Gesamtgesellschaft haben wir die Verantwortung Einsamkeit nicht zu verschweigen. Denn sie ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und hat mitunter Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie. Nur wenn Einsamkeit benannt wird, kann es Aufmerksamkeit und damit auch Lösungen geben.  

Jedoch sollten Angebote den verbindenden Charakter in den Vordergrund rücken und damit diejenigen ansprechen, die noch nicht offen über ihre Einsamkeitsgefühle reden möchten. Viele Angebote wirken auch vorbeugend und sollten möglichst inklusiv sein. Das Ziel ist, dass möglichst viele Menschen gar nicht erst einsam werden.
 

Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ 

Die Aktionswoche des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend findet in 2025 vom 26. Mai bis 1. Juni statt. Sie bietet Gelegenheit, Einsamkeit als gesellschaftliches Thema aufzugreifen und damit das Tabu zu brechen. Eröffnet wird die Woche mit einer gemeinsamen Konferenz des Bundesfamilienministeriums mit dem Kompetenznetz Einsamkeit am 26. Mai, bei der u. a. Einsamkeit und Care-Arbeit Thema sein wird: https://kompetenznetz-einsamkeit.de/4-kne-konferenz-gemeinsam-aus-der-einsamkeit  

Außerdem werden bundesweit Initiativen, Vereine und Organisationen aufgerufen, die Woche zum Anlass zu nehmen, ihre Angebote zu verbreiten und Menschen zu erreichen: in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam Spielen“. Denn ob Spielenachmittag, Tischtennisrunde oder Turnierabend: Spielen fördert den Austausch und bietet Gelegenheit niedrigschwellig zusammenzukommen. 

In den letzten Jahren konnten Aktionen rund um die Themen „Gemeinsam Singen“, „Gemeinsam Kaffee trinken“ oder „Gemeinsam Musizieren“ Menschen begeistern.  

Alle Informationen zur Aktionswoche, inklusive Kommunikationskoffer, finden sich unter: https://kompetenznetz-einsamkeit.de/aktionswoche
 

Gemeinsam geht’s besser! 

Klar ist: Es muss darum gehen, Einsamkeit vorzubeugen und zu lindern. Es bestehen bereits viele Möglichkeiten Kontakte zu knüpfen und daraus echte Verbindungen entstehen zu lassen. Manchmal braucht es einen Anlass, diese in Anspruch zu nehmen. Diesen soll die Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“ bieten. 

Machen Sie mit! Auch Angebote jenseits des vorgeschlagenen Mottos sind gerne gesehen. Jeder Schritt zählt, denn: Gemeinsam geht’s besser!
 

Literaturnachweise 

 

Autorinnen

Theresa Adams und Dr. Herlind Megges sind Referentinnen im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend 

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